Formel 1 - Button: Zu wenig Pace für das Podium

Vettel beendet Abu-Dhabi-Strähne

Jenson Button hielt lange dagegen - am Ende musste er Sebastian Vettel doch ziehen lassen: Somit wurde nichts aus seinem vierten Abu-Dhabi-Podium in Folge.
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Motorsport-Magazin.com - Zwölf Punkte fuhr Jenson Button in Abu Dhabi für McLaren ein - die doppelte Punkteanzahl holte auf Yas Island mit Ferrari ausgerechnet der Hauptkonkurrent des Teams im Kampf um den zweiten Rang in der Konstrukteursweltmeisterschaft. Besonders glücklich wollte Button im Anschluss an das Abendrennen daher nicht sein, musste er wenige Runden vor Schluss seinen Podestplatz in der DRS-Zone doch auch noch an den von hinten heranstürmenden Sebastian Vettel abtreten, wodurch er den vierten dritten Platz in Abu Dhabi in Folge verpasste, war Rang drei seit der erstmaligen Austragung des Rennens 2009 am Sonntag doch immer seine Stammposition.

Das Rennen selbst hat Spaß gemacht, aber zu keinem Zeitpunkt hatte ich wirklich die nötige Pace.
Jenson Button

Lediglich über die Action auf der Strecke konnte sich der Brite somit freuen: "Das Rennen selbst hat Spaß gemacht, aber zu keinem Zeitpunkt hatte ich wirklich die nötige Pace - dafür aber ein paar Probleme", zog er eine eher enttäuschende Bilanz. Sein MP4-27 habe sich wie bereits in der Qualifikation ganz anders angefühlt, als noch bei den guten Trainingssitzungen am Freitag. "Ich konnte heute erneut keinen Grip finden, das ist wirklich komisch", rätselte Button. Immerhin sein Kampfgeist habe sich davon aber nicht beeindrucken lassen. "Ich hatte da draußen einige gute Zweikämpfe."

Hamilton-Aus zusätzlicher Dämpfer

"Ganz am Ende war es aber nicht mehr möglich vor Sebastian zu bleiben", erklärte der McLaren-Pilot mit Blick auf das Duell mit Vettel. "Er war auf frischen weichen Reifen, ich auf alten harten - damit bekommt man irgendwann nicht mehr genug Traktion auf die Strecke." Und auch in Sachen Abstimmung habe er gegenüber dem Deutschen einen klaren Nachteil gehabt. "Sie haben sein Auto in der Box ja noch viel besser für das Rennen abstimmen können. Somit war es für mich gegen ihn dann sehr schwierig, aber so ist es nun eben." Dass Vettel, der aus der Box losgefahren musste, am Ende wieder in seinem Rückspiegel aufgetaucht und dann sogar vorbeigegangen sei, überraschte ihn hingegen nicht.

Seb war auf frischen weichen Reifen, ich auf alten harten - damit bekommt man irgendwann nicht mehr genug Traktion.
Jenson Button

"Mit zwei Safety-Car-Phasen ist so etwas möglich. Er konnte zu Beginn auf den harten Reifen fahren und dann hat ihm das Safety-Car geholfen", so Button. Mit Blick auf sich selbst fügte er an: "Hoffentlich kann ich meine Pace wiederfinden, denn schnell ist das Auto, wie Lewis das ganze Wochenende über hat zeigen können. Meine Rennpace war es aber nicht und jetzt müssen wir uns anschauen, warum das so war." Das Ziel sei es, die Probleme bis Austin gelöst zu bekommen, damit man auch in der Team-WM noch einmal kontern könne. "Der Defekt bei Lewis hat uns heute noch mehr Punkte gegenüber Ferrari gekostet. Wir müssen jetzt zwingend sicherstellen, dass wir noch zwei gute Rennen haben."


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