Formel 1 - Schumacher denkt nur an 2011

Das Optimum herausholen

Michael Schumacher hat den WM-Titel 2010 abgeschrieben. In den verbleibenden Rennen will er das Beste für das Team herausholen und sich auf 2011 vorbereiten.
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Motorsport-Magazin.com - Auch zwei Wochen nach dem Rennen in Valencia kommt in Michael Schumacher der leichte Frust hoch, wenn er daran denkt, wie er nach einem seiner Ansicht nach tollen Plan an der Boxenausfahrt vor der roten Ampel stand und zusehen musste, wie die anderen Autos eines nach dem anderen an ihm vorbeifuhren. "Das war nicht schön, aber es ist Teil des Spiels", sagt er.

In Silverstone soll das nicht noch einmal passieren. Auch bei der Leistungsfähigkeit seines Autos macht er sich auf der Insel mehr Hoffnungen. "Aber es ist ohnehin schwierig, schlechter zu werden", scherzt er. "Es geht nur vorwärts." Realistisch betrachtet sieht er Mercedes GP auf dem Level von der Türkei. "Kanada und Valencia haben nicht unsere wahre Performance gezeigt."

Kanada und Valencia haben nicht unsere wahre Performance gezeigt.
Michael Schumacher

In Istanbul belegten Schumacher und Nico Rosberg die Plätze 4 und 5. "Alles darüber hinaus benötigt etwas Glück und besondere Umstände", glaubt Schumacher. Den Optimismus für die Leistungssteigerung im Vergleich zu den letzten beiden Rennen zieht er aus den Lehren des Europa GP und einer neuen Herangehensweise bei den Reifen. "Wir werden etwas anders damit umgehen", kündigt er an. "Was das ausmachen wird, ist für uns noch genauso offen wie für alle anderen auch."

Volle Konzentration auf 2011

Dass die Reifen Mercedes, aber auch anderen Teams in diesem Jahr solche Probleme bereiten ist für Schumacher durchaus überraschend. "Aber ich gebe so viel wie immer und fahre auf einem Level, mit dem ich zufrieden sein kann", betont er. "Einige andere sind es nicht, aber das ist deren Meinung."

Ich habe in meiner Karriere alles schon mitgemacht und ich leide überhaupt nicht darunter.
Michael Schumacher

Er selbst denkt nicht mehr an den Gewinn seines achten WM-Titels in dieser Saison. "Das ist mit meinen Punkten nicht mehr realistisch", gesteht er. "Ich lerne so viel wie möglich und bereite mich auf 2011 vor." Für die nächste Saison sei er noch immer voll motiviert. "Ich habe in meiner Karriere alles schon mitgemacht und ich leide überhaupt nicht darunter."

Sein Ziel ist es, alles aus dem Auto herauszuholen und das Reifenrätsel zu lösen, obwohl im nächsten Jahr mit Pirelli ein neuer Reifenhersteller die Strecke betritt. "Deshalb steht noch in den Sternen, ob uns die aktuellen Erkenntnisse helfen werden. Dennoch ist es für das Team wichtig, dass wir in diesem Jahr die maximale Punktzahl einfahren."


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