Nach einer dominierenden Vorstellung in der Qualifikation hat BMW auch das erste Rennen in Brünn für sich entschieden, wenn auch mit dem einen oder anderen Schönheitsfehler. Schon in der ersten Kurve verlor man Andy Priaulx, stattdessen gewann der Youngster Felix Porteiro den neunten Meisterschaftslauf.
Porteiro war es auch, der das Feld von der Pole Position aus in die erste Kurve führte. Für den Spanier war es kein Problem, den ersten Platz zu verteidigen. Dahinter fecherte das Feld weit auf, um sich in der ersten Kurve zu dezimieren. Pierre-Yves Corthals und Priaulx gerieten aneinander, auch Jordi Gené wurde mit ins Kies gerissen. Während die beiden Seat-Piloten das Rennen fortsetzen konnten, war für Priaulx alles gelaufen.
Auch Tom Coronel kam nicht viel weiter. Der Niederländer wurde in eine zweite Kollision verwickelt und stellte seinen Leon mit freundlicher Mithilfe von Luca Rangoni im Kiesbett der zweiten Kurve ab. Von dem ganzen Durcheinander profitierte Jörg Müller, der von Platz sieben auf zwei nach vorne fuhr und im Verlaufe des Rennens Druck auf Felix Porteiro ausübte. Dahinter hatte Alex Zanardi keine Mühe, seinen schwer bepackten Markenkollegen Augusto Farfus zu überholen, der nach dem Ausfall von Andy Priaulx die Führung in der Meisterschaft übernehmen konnte.
Hinter dem BMW-Quartett kämpften Nicola Larini, Yvan Muller, Gabriele Tarquini und Alain Menu um die Plätze. Die Seat-Fahrer hatten jedoch keine Chance, sich aus dem Chevrolet-Sandwich zu befreien. Diese Konstellation macht das zweite Rennen besonders interessant, denn damit starten vier frontgetriebene Fahrzeuge vor den vier BMW, die dank ihres Heckantriebs schneller beschleunigen können.
In der Independents-Trophy holte der Ersatzmann für Roberto Colciago die maximale Punktzahl. Massimiliano Pedala fuhr auf der zehnten Gesamtposition und damit einen Rang vor Pierre-Yves Corthals ins Ziel. Dritter wurde Stefano D'Aste.

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