Augusto Farfus hat das zweite Rennen der Tourenwagen-WM in Pau gewinnen können. Nach dem der Brasilianer am Samstagabend viel Schrott bei seinem Team abgeliefert hatte, bedankte er sich heute mit der vollen Punktzahl bei seinen Mechanikern.

Erwartungsgemäß wurde Polesitter Jordi Gené am Start von den hinter ihm startenden BMW's überrollt. Augusto Farfus zog spielend vorbei, Andy Priaulx konnte sich von Platz drei aus noch gerade so vorbeiquetschen. Felix Porteiro schaffte es nicht mehr, am Seat Leon vorbeizugehen und blieb auf der vierten Position.

Nachdem es in der ersten Runde noch sachte zuging, gab es wenig später den großen Unfall. Sergio Hernandez knallte ins Heck von Stefano D'Aste. Die beiden Privatfahrer schieden nach der Kollision aus und sorgten dabei für den üblichen Stau, in dem neben zwei Alfa-Romeos auch Emmet O'Brien stand. Um die Strecke von den Trümmern zu befreien und die Autos zu bergen, wurde das Safety-Car auf die Bahn geschickt.

Nach dem Neustart konnten sich Farfus und Priaulx schnell vom Rest des Feldes absetzen. Dahinter hing Felix Porteiro im Nacken von Jordi Gené. In der elften Runde startete der Spanier einen Angriff auf seinen Landsmann, als Gené im Seat eine kleine Lücke offen ließ. Porteiro kam zwar vorbei, holperte aber heftig über die Randsteine. Eine halbe Runde später musste der BMW-Pilot sein Arbeitsgerät mit einem Aufhängungsschaden abstellen.

Von dieser Aktion konnte Tiago Monteiro Profit schlagen. Er konnte sich in nur einer Runde von Platz sechs auf drei nach vorne schieben und lag damit nach dem ersten Rennen zum zweiten Mal auf Podestkurs.

An der Spitze hetzte Andy Priaulx den führenden Augusto Farfus um die Strecke. Der Brite griff seinen Markenkollegen mit Rücksichtname auf die Meisterschaft jedoch nicht mehr an. Mit dem zweiten Platz konnte Priaulx die Führung in Gesamtwertung weiter ausbauen, denn Jörg Müller schaffte es im zweiten Rennen als Zehnter wieder nicht in die Punkte.

Wie Farfus konnte auch Monteiro seinen Verfolger in Schach halten. Rob Huff wurde hinter dem ehemaligen Formel 1-Piloten Vierter. Jordi Gené fiel von der Pole Position bis auf den fünften Rang zurück. Knapp hinter dem Spanier kamen Yvan Muller und James Thompson ins Ziel. Alain Menu holte sich nach seinem Sieg mit dem achten Rang einen weiteren Punkt.