Die Teams und Fahrer sind von Zandvoort nach Valencia gereist. Auf der spanischen Rennstrecke finden am Wochenende die Läufe fünf und sechs der Tourenwagen-WM 2007 statt. Nach den Siegen von Chevrolet und Seat in den Niederlanden bläst dem bisher dominierenden BMW-Trio, bestehenden aus Augusto Farfus, Jörg Müller und Andy Priaulx, ein starker Gegenwind ins Gesicht.

Noch liegen mit Farfus und Müller zwei BMW-Piloten an der Spitze der Gesamtwertung. Doch schon auf der dritten Position lauert der Sieger des vierten Wertungslaufes, Garbiele Tarquini, auf eine Chance. Leicht werden sie es alle nicht haben. Farfus wird in Valencia 50 Kilo mit sich herumschleppen - Müller, Tarquini und auch Andy Priaulx müssen 45 Kilogramm Blei zuladen.

Heimrennen für Felix Porteiro

Viel besser sieht es dagegen beim Lokalmatadoren Felix Porteiro aus. Der Spanier darf bei seinem Heimrennen ganz ohne Zusatzgewichte an den Start gehen und hat damit einen erheblichen Vorteil gegenüber der Konkurrenz. "Die Strecken in Valencia kenne ich wie meine Westentasche. Diese Erfahrung sollte mir helfen. Es wäre fantastisch, vor heimischer Kulisse auf dem Podium zu stehen", so Porteiro vor dem Wochenende. "In Zandvoort ist es mir endlich gelungen, meinen ersten WM-Punkt zu erringen. Vor allem die Art und Weise, wie der achte Platz zustande gekommen ist, macht mich optimistisch."

Nicht außer Acht lassen darf man seit dem letzten Rennen die Chevrolet-Mannschaft. Sowohl Alain Menu und Nicola Larini haben gezeigt, dass sie in der Spitzengruppe mitfahren und, im Falle von Menu, sogar aus eigener Kraft Rennen gewinnen können. Das mit der Spitzengruppe gilt auch für Tiago Monteiro. Der ehemalige Formel 1-Pilot fuhr bei seinem Debüt in die Punkte. Die Strecke von Valencia kennt er, im Gegensatz zum Dünenkurs in Zandvoort, schon von vielen Testfahrten aus der Formel 1 und auch der WTCC.

In der Independents Trophy sieht es nach den ersten vier Läufen eng aus, allerdings nur auf dem Papier. Luca Rangoni und Pierre-Yves Corthals liegen mit 30 Zählern gleichauf. Doch in den letzten drei Rennen triumphierte Rangoni. Der Italiener fuhr in Zandvoort sogar auf dem Niveau der Werksfahrer.