WRC

Das Mittelfeld wird gemischt - 2. Tag Rallye Korsika

An der Spitze gab es am zweiten Tag der Rallye Korsika keine Veränderungen, dahinter wurde das Feld jedoch durcheinander gewürfelt.
von Janne Kleinhans

Motorsport-Magazin.com - An der Spitze gab es am zweiten Tag der Rallye Korsika keine Veränderungen. Sébastien Loeb setze sich mit fünf Bestzeiten kontinuierlich von seinen Verfolgern ab und führt nun mit 52,4 Sekunden: "Ich versuchte die gleiche Geschwindigkeit wie gestern zu fahren, was wahrscheinlich der beste Weg war, um konzentriert zu bleiben. Ich hatte absolutes Vertrauen ins Auto, so dass ich schnell fahren konnte, ohne ans Limit zu gehen. Wir werden morgen alles geben, was wir können, um vorne zu bleiben."

Weiter vor Duval: Hirvonen erlebte einen starken Tag - Foto: Hardwick/Sutton

Auf Rang zwei liegt weiter Mikko Hirvonen, der seinen Vorsprung auf Francois Duval auf 4,3 Sekunden ausbauen konnte. Obwohl Duval zwischenzeitlich mit leichten Schaltproblemen, sowie einer nicht einwandfrei funktionierenden Startkontrolle zu kämpfen hatte, gelang es Hirvonen damit erneut, seine verbesserte Asphaltform unter Beweis zu stellen: "Heute morgen dachte ich, dass ich - wenn alles perfekt läuft - vor Francois bleiben könnte und genau so lief es. Der zweite Platz wäre sehr wichtig, um im Kampf um die Fahrerweltmeisterschaft zu bleiben. Ich muss einfach akzeptieren, dass ich Sébastien Loeb hier nicht schlagen kann, also wäre ich zufrieden mit dem zweiten Platz."

Wenn man vorwärts gehen möchte, muss man manchmal ein Stück rückwärts gehen.
Petter Solberg

Im Dreikampf um Rang vier konnte derweil Jari- Matti Latvala einen Teilerfolg für sich verbuchen. So gelang es ihm, Petter Solberg auf 22,4 Sekunden zu distanzieren. Dennoch scheint das Duell noch nicht entschieden, so könnte Petter Solberg mit dem richtigen Setup auf den vier verbleibenden Etappen durchaus wieder zu Latvala aufschließen: "Der fünfte Platz ist genau das, was wir hier erwartet hatten, also ist es okay. Auf den rauen Abschnitten waren wir schneller als Jari, aber auf den glatten abfallenden Abschnitten verloren wir Zeit. Wir machten einige Änderungen und einige Bereiche wurden ein bisschen besser und wir verstanden sie besser, aber andere auch wieder nicht. Wenn man vorwärts gehen möchte, muss man manchmal ein Stück rückwärts gehen. Die Straßen sind morgen ein bißchen offener, wir werden sehen, was wir ausrichten können." Nicht mehr in den Kampf um Platz vier wird hingegen Chris Atkinson eingreifen können: Der Subaru Pilot erlitt auf der neunten Etappe einen Reifenschaden und obwohl er sich mit dem defekten Reifen ins Ziel schleppen konnte, verlor er dabei fast eineinhalb Minuten. Dennoch verteidigte er seine sechste Position.

Im Achtkampf um die Positionen sieben bis vierzehn gab es heute gleich diverse Veränderungen. Urmo Aava schob sich nach seinen gestrigen Problemen von Rang zehn bis auf Position sieben nach vorne. Brice Tirabassi hatte zwar gegenüber Urmo Aava das Nachsehen, verbesserte sich aber immerhin um eine wichtige Position und würde auf Rang acht derzeit den letzten Fahrerpunkt erzielen. Allerdings hat er nur 7,3 Sekunden Vorsprung auf Matthew Wilson, dem mit 0,6 Sekunden Rückstand wiederum Mads Ostberg im Nacken sitzt.

Nach den Problemen gestern auf dem Vormarsch: Urmo Aava - Foto: Sutton

Nicht der Tag war es hingegen von Suzuki. Per Gunnar Andersson lag auf Rang zehn als er auf der 11. Etappe von der Strecke abkam und die Rallye nicht fortsetzen konnte. Auf der gleichen Etappe hatte auch Toni Gardemeister mit Problemen zu kämpfen. Der Benzindruck in seinem SX4 fiel ab, immerhin konnte der Finne nach einem kurzen Stopp die Rallye fortsetzen. Auf Rang13 scheinen Fahrerpunkte nun allerdings außer Reichweite, wobei er immerhin noch den letzten Konstrukteurspunkt erzielen würde. Nicht viel besser erging es Andreas Mikkelsen und Conrad Rautenbach, die mit Reifenschäden auf die Ränge 14 und 15 zurückfielen. Ebenfalls wenig erfreulich war der Tag für Daniel Sordo: Nachdem an seinem C4 Schäden am Rahmen festgestellt wurden, wurde sein Restart nach Super Rallye Reglement aus Sicherheitsgründen untersagt.

Die Abstände zwischen den einzelnen Teilnehmer wurden heute im Verlauf des Tages größer. An der Spitze kann wohl nur noch ein eigener Fehler Sébastien Loeb von seinem fünften Sieg in Folge abhalten. Dahinter scheinen die Positionen ebenfalls bezogen, so dürfte Duval seinen Teamkollegen kaum mehr angreifen. Im Duell um Rang vier scheint das letzte Wort zwischen Latvala und Solberg hingegen noch nicht gesprochen. Der interessanteste Kampf wird aber um Platz acht stattfinden: So trennen Brice Tirabassi und Mads Ostberg nur 7,9 Sekunden. Die WM Entscheidung wäre nach aktuellem Stand in beiden Wertungen weiter vertagt.


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