WRC

Sardinien, Tag 3: Sieg für Loeb - Subaru-Drama auf letzter WP

Sébastien Loeb hat die Sardinien Rallye gewonnen, vor Mikko Hirvonen und Dani Sordo. Chris Atkinson schied auf der letzten WP aus, Petter Solberg wurde Neunter.
von Daniel Grosvarlet

Motorsport-Magazin.com - Sébastien Loeb hat seinen fünften Sieg in Folge gefeiert. Der Franzose hatte auf der zweiten Etappe nach dem Ausfall von Marcus Grönholm die Führung übernommen und war fortan ohne Konkurrenz. Der Kronos-Pilot gewann die Rallye überlegen mit über zweieinhalb Minuten Vorsprung auf Mikko Hirvonen. Damit vergrößerte Loeb auch seinen Vorsprung in der WM. In die Rekordbücher geht der Sardinien-Sieg insofern ein, dass Loebs Co-Pilot Daniel Elena mit 25 WM-Erfolgen als der erfolgreichste Co-Pilot die WRC-Geschichte eingeht. Bisheriger Rekordhalter war Luis Moya.

Mit Platz zwei erzielte Hirvonen sein bestes WRC-Resultat, während Daniel Sordo erneut auf das Podest gefahren ist. Der junge Spanier erwies sich erneut als zuverlässiger Fahrer und erntete sechs wohl verdiente Punkte. Sein Kontrahent Gigi Galli, der gestern nur 1,7 Sekunden hinter ihm lag, schied gestern Abend auf dem Weg zum Service mit überhitztem Motor aus. Für Sordo war es sein erster Podestplatz auf Schotter.

Mit fast fünfeinhalb Minuten Rückstand erreichte Xavier Pons als Vierter das Ziel, gefolgt von Jussi Välimäki. Der Finne und Asien-Pazifik-Meister erreichte in seinem ersten WRC-Einsatz mit dem Mitsubishi Lancer WRC05 ein fabelhaftes Ergebnis.

Freuen darf sich auch Kristian Sohlberg, der trotz zweier Abflüge am Freitag und Reifenproblemen heute Morgen auf Platz sechs ins Ziel kam.

Ein wahres Drama ereignete sich jedoch beim Subaru-Team: Chris Atkinson und Petter Solberg lagen vor der letzten Wertungsprüfung auf den Positionen fünf und sieben. Doch keiner von beiden sollte in die Punkte kommen! Chris Atkinson ging zu ungestüm ans Werk und setzte seinen Impreza neben die Strecke, während Petter Solberg Probleme mit seiner Lenkung bekam und drei Minuten verlor. Folge: Solberg rutschte auf Platz neun ab.

Die großen Nutznießer aus der Subaru-Misere waren Manfred Stohl und Francois Duval, die damit völlig unerwartet nach einer schwierigen Rallye Punkte holen.


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