Trotz seines Ausfalls hat Francois Duval in Monte Carlo auf sich aufmerksam gemacht. Der Belgier fuhr sensationell eine Bestzeit mit dem Skoda Fabia WRC des Teams First Motorsport. In Anbetracht der geringen Möglichkeiten des belgischen Teams und der kurzen Vorbereitungsphase ist das mehr als beachtlich, genau wie der zwischenzeitliche fünfte Gesamtrang.

"Es ist klar, dass unser Skoda nicht so weiterentwickelt ist, wie der neue Ford oder Subaru", sagte Duval der Dernière Heure. "Nun liegt es an First Motorsport die Entwicklung voranzutreiben. Ich habe vor allem auf der "Signale"-Prüfung, die sehr trocken war, den Unterschied gemerkt. Ich dachte, dass ich eine neue Bestzeit fahren würde und lag am Ende 20 Sekunden hinter Loeb. Deshalb werden wir bis Ende März noch einige Testfahrten bestreiten. Dabei werden wir auch unser Startsystem verbessern, denn bei jedem Start verliere ich zwei Sekunden. Zusammen mit Patrick bin ich bereit in Spanien und Korsika wieder mit Vollgas anzugreifen und für Überraschungen zu sorgen."

Mit einer überraschenden Aussage sorgte auch Christian Loriaux für Aufsehen. Der belgische Ingenieur, der für die Entwicklung des neuen Ford Focus RS WRC06 verantwortlich ist, würde Duval bei der Deutschland Rallye gerne im Werks-Ford sehen. "Seine Zeiten zeigen, dass er wirklich viel Talent hat", sagte Loriaux über Duvals Leistung in Monte Carlo. "Ich habe Malcolm [Wilson, Ford-Teamchef, d. Red.] gesagt, dass er zumindest Francois einen WRC06 für die Deutschland Rallye anbieten soll. Dort kann nur er Loeb schlagen."

Und was meint Duval dazu? "Mein Programm sieht derzeit sieben Rallyes vor. Ich würde es gerne ausdehnen und zumindest alle europäischen Läufe mit dem Fabia bestreiten. Aber das hängt vom Budget ab. Für den Rest bin ich offen für alles. Ich besitze keinen Exklusivvertrag", so Duval abschließend.