Letztes Jahr gewann Sébastien Loeb 10 von 16 Rallyes und auch in Monte Carlo bewies der Franzose, dass der Citroen Xsara nicht an Speed eingebüßt hat. Loeb startete nach seinem Unfall am Freitag und der Zeitstrafe von 5 Minuten eine rasante Aufholjagd von Platz acht auf Rang zwei.

"Die Rallye Monte Carlo ist etwas Besonderes und ich habe mich da schon immer wohl gefühlt", sagte Loeb. "Immer als ich dort gefahren bin, war ich der Schnellste. Der Fahrer ist hier der entscheidende Faktor und macht den Unterschied. Auf anderen Rallyes kann ein Fahrer zwei Sekunden schneller als ein anderer sein, aber dieser kann aufgrund seines Wagens nicht schneller fahren."

Bevor Loeb ein Urteil über das Potential der anderen Wagen fällt, möchte er die nächsten Rallyes abwarten. "Ich glaube, dass der Xsara auf Asphalt sehr schnell ist", machte Loeb klar. "Ich möchte Schweden im Schnee abwarten und Mexiko auf Schotter, um das Potential der anderen Wagen zu sehen und unsere Titelchancen abzuwägen."

Denn trotz der Aufholjagd in Monte Carlo muss hinzugefügt werden, dass der Sieger Marcus Grönholm auf Nummer sicher fuhr und zum Schluss kein Risiko mehr einging, so dass der Zeitvorsprung deutlich schmolz. "Grönholm ist in Monte Carlo sehr gut gefahren und ging keine Risiken ein", lobte ihn Loeb. "Für seine erste Rallye mit Ford war das ein tolles Resultat. Ich vergesse nicht Solberg, aber Marcus könnte mit einem guten Auto mein Rivale Nummer 1 sein."