Rallye-Feeling in Wolfsburg: Nach einer Publikums-Veranstaltung in der Autostadt hat das Volkswagen Werksteam mit 27 Fahrzeugen und 78 Personen Kurs auf die portugiesische Hauptstadt Lissabon genommen, dem Startort der Rallye Dakar (31. Dezember bis 15. Januar).

Zur feierlichen Verabschiedung hatte die Mannschaft, die 2005 bei diesem Wüsten-Klassiker Platz drei erreichte, ein Biwak aufgebaut. Die Volkswagen Werkspiloten Jutta Kleinschmidt (D), Mark Miller (USA), Bruno Saby (F), Carlos Sainz (E) und Giniel de Villiers (RSA) standen mit ihren Co-Piloten Fabrizia Pons (I), Dirk von Zitzewitz (D), Michel Périn (F), Andy Schulz (D) und Tina Thörner (S) zunächst den zahlreichen Medienvertreten Rede und Antwort und schrieben anschließend für die vielen angereisten Motorsport-Freunde Autogramme.

"Dakar"-Impressionen lieferten nicht nur die ausgestellten Race Touareg 2, Race-Trucks, Service-Touareg, Service-T5-Busse und Service-Trucks, sondern auch faszinierende Bilder vom Marathon-Rallyesport auf einer 27 Quadratmeter großen Videowand. Unterdessen bereitete sich der eindrucksvolle Konvoi aus fünf Volkswagen Race Touareg und 22 für die Rallye eingeschriebenen Begleit- und Service-Fahrzeugen auf die Abreise vor, die mit einem Konvoi durch Wolfsburg begann.

"Mit der Abreise zum Startort Lissabon, wo vom 28. bis 30. Dezember die Technische und Administrative Abnahme stattfindet, sind die elf Monate dauernden Vorbereitungen auf die Rallye Dakar abgeschlossen", erklärt Volkswagen Motorsport-Direktor Kris Nissen. "Wir sind gut gerüstet und jeder im Team möchte gewinnen. Jetzt brauchen wir noch das berühmte Quäntchen Glück."

Die erste Station des Volkswagen Werksteams ist Spanien, wo die Mannschaft vor Weihnachten noch einen letzten Rollout mit den 275 PS starken Prototypen unternimmt.

"Von Madrid geht es nach Lissabon, wo alle Fahrzeuge über Weihnachten im Volkswagen Werk untergestellt werden. Danach reisen die Teammitglieder zurück nach Deutschland, um mit ihren Familien Weihnachten zu feiern. Rechtzeitig vor dem Start der Rallye findet sich das komplette Team am Startort in Lissabon ein", erläutert Kris Nissen.

Umfangreiche Vorbereitungen auf den berühmten Wüsten-Marathon

Seit der Rallye Dakar 2005, bei der die Volkswagen Werkspiloten Jutta Kleinschmidt und Fabrizia mit dem dritten Gesamtrang den ersten Podiumsplatz eines Diesel-Geländewagens in der 27-jährigen "Dakar"-Geschichte errangen, wurde der Volkswagen Race Touareg konsequent weiter entwickelt. Neben einem intensiven Testprogramm flossen auch Erfahrungen aus dem FIA Marathon-Rallye-Weltcup, wo Bruno Saby mit drei Siegen vorzeitig den Titel errang und Volkswagen Motorsport die Teamwertung gewann, in die "Dakar"-Vorbereitungen ein.

Parallel wurde an der logistischen Vorbereitung für den 9043 Kilometer langen Wüsten-Marathon gearbeitet. 27 Fahrzeuge und 78 Teammitglieder zählen bei der Rallye Dakar 2006 zum Volkswagen Werksteam. An 15 harten Wettbewerbstagen werden Menschen und Material aufs Höchste belastet.

"Ein Motorsport-Wettbewerb dieser Größenordnung erfordert eine intensive Vorbereitung", erklärt Logistik-Experte Paco Crous. "Wir transportieren insgesamt 25 Tonnen Ersatzteile und Ausrüstung von Deutschland zum Startort nach Portugal und von dort während der Rallye an den 15 Wettbewerbstagen über Marokko, Mauretanien, Mali und Guinea in den Senegal. Darunter sind 400 vormontierte Räder und Reifen, Ersatzteile und Werkzeuge, aber auch zwölf Zelte als Arbeitsräume für Teammanagement, Fahrer und Copiloten und die Ingenieure, sowie beispielsweise 2000 Dosensuppen als Snacks, 78 Ein-Mann-Zelte, 1560 T-Shirts und etliche Paletten Red Bull."

Dabei vertraut das Volkswagen Werksteam auf sieben Service-Trucks, zwei für die Rallye eingeschriebene Race-Trucks als schnelle Helfer auf den Etappen sowie zehn speziell vorbereitete Volkswagen Touareg V6 TDI und zwei Volkswagen T5 Busse, die Teammitglieder und deren Gepäck bei dem Wüsten-Klassiker von Etappenziel zu Etappenziel transportieren.

"Das Reglement verbietet es, Ersatzteile oder Personal während der Rallye nachzuliefern. Deshalb müssen wir auf alle Eventualitäten vorbereitet sein", so Kris Nissen. "Und trotzdem wird die ‚Dakar´ auch in diesem Jahr bestimmt wieder die eine oder andere Überraschung für uns bereithalten. Dann muss eben improvisiert werden. Aber auch das gehört zu den vielen Reizen und Herausforderungen der Rallye Dakar, denen wir uns hoch motiviert stellen."