Ford hat ein ganz klares Ziel: den Weltmeistertitel zu holen. Vor einem Jahr entwickelte Ford einen Vierjahresplan, welcher zum Schluss den WM-Titel einbringen soll. Dazu sollte jedoch ein neuer Wagen entwickelt werden und basierend auf dem aktuellen Ford Focus entwickelte die Mannschaft von M-Sport den Focus RS WRC06 in der Rekordzeit von 11 Monaten!
Darüber hinaus verpflichtete Teamchef Malcolm Wilson den zweifachen Weltmeister Marcus Grönholm und den 25-jährigen Finnen Mikko Hirvonen. Mit ihnen möchte Ford Weltmeister werden!
Im Interview mit motorsport-magazin.com sprach Wilson über den neuen Focus, seine Fahrer und die Pläne für die Saison 2006.
Malcolm, dein Team hat den neuen Focus in nur 11 Monaten entwickelt. Hattest du Zweifel, dass ihr es zeitlich nicht schaffen würdet?
Malcolm Wilson: Den Wagen für die Australien Rallye fertig zu stellen war schon eine große Aufgabe. Aber durch die massiven Anstrengungen unserer Mitarbeiter im Design und in der Fertigstellung bei M-Sport, sowie im Ford TeamRS, haben wir es geschafft, rechtzeitig fertig zu werden. Außerdem konnten wir vor der Australien Rallye 900 Testkilometer in England abspulen. Es gab Phasen, in denen wir hinter dem Zeitplan lagen, aber wir haben die Zeit wieder gutmachen können.
Roman Kresta fuhr in Australien in die Punkte. Ich denke, dass das ein sehr guter Start mit dem neuen Wagen war…
Malcolm Wilson: Wir sind sehr erfreut mit der Performance, insbesondere mit den zwei Bestzeiten am letzten Tag. Das Wichtigste war aber die Tatsache, dass wir viel gelernt haben und Zeit haben, Dinge für unsere drei großen Tests, davon zwei in Südfrankreich und einen in Spanien, vor der Rallye Monte Carlo anzupassen.
Für das zweite Cockpit entschiedst du dich für Mikko Hirvonen. Was sprach für ihn und was gegen Markko Märtin oder einen anderen Fahrer?
Malcolm Wilson: Niemand kann behaupten, dass er von Mikkos Leistungen im privaten Focus RS WRC dieses Jahr nicht beeindruckt war. Sein dritter Platz in Spanien sticht besonders hervor. Während seiner drei WRC-Jahre hat Mikko an Erfahrung gewonnen, ist reifer geworden und er ist bereit den Schritt nach ganz oben im Rallye-Sport zu machen. Wir erwarten von ihm 2006 weitere Fortschritte und betrachten ihn als eine Investition für die Zukunft.
Marcus, Mikko und der neuen Focus bilden eine starke Konstellation. Was erwartest du für 2006?
Malcolm Wilson: Ford hat eine langfristige Strategie in der Rallye-WM und 2006 ist das zweite Jahr eines vierjährigen Plans. Es ist unrealistisch nächstes Jahr den WM-Titel zu gewinnen. Dafür ist der Wagen zu neu. Aber wir glauben, dass wir Rallyes gewinnen und eine solide Basis für die Jahre 2007 und 2008 bilden können.
Kannst du uns etwas über privat eingesetzte Fahrzeuge für 2006 sagen? Wird Antony Warmbold einen Ford fahren? Außerdem soll der belgische Rallye-Meister von 2004, Pieter Tsjoen zwei Rallyes bestreiten.
Malcolm Wilson: Was Antony betrifft, so gibt es derzeit keine Pläne ihm einen Focus zur Verfügung zu stellen. Wir arbeiten daran für M-Sport ein "Manufacturer 2" Team unter den neuen FIA Regeln mit 2005er Focus RS an den Start zu bringen. Ich kann im Moment noch nichts bestätigen, aber wir arbeiten sehr hart daran das zu realisieren.

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