Letztes Jahr bot Malcolm Wilson seinem damaligen Schützling Francois Duval einen Vierjahresvertrag an. Der Belgier wäre bei Ford außerdem erster Fahrer gewesen. Doch Duval entschied sich zu Citroen zu wechseln und erlebte eine sehr schwierige Saison. Zum einen hatte er mit Sébastien Loeb nicht nur den Weltmeister im Team, sondern auch das Lieblingskind Citroens. Zum anderen musste Duval vor allem in der zweiten Saisonhälfte Punkte sichern und durfte Loeb nicht angreifen. Erst wenn der Teamleader Loeb nicht mehr dabei ist, wie es in Australien der Fall war, darf auch mal ein Duval siegen.

Entsprechend sondieren Duval und sein Manager derzeit die Möglichkeiten für 2006 aus. Doch während Mitsubishi wohl mit Gigi Galli und Harri Rovanperä weitermachen wird und bei Subaru ebenfalls kein Durchkommen ist, bleibt abgesehen von Skoda als Werksteam nur noch Ford übrig. Teamchef Malcolm Wilson bestätigte zuletzt intensive Verhandlungen mit Markko Märtin und Mikko Hirvonen. Keine Chance für Duval?

"Ich würde sofort bei Ford unterschreiben und sogar ohne Gehalt fahren", machte der Belgier gegenüber unseren Kollegen der Dernière Heure klar. "Es ist schwierig 2,5 Millionen Euro für den dritten Citroen bei Kronos aufzutreiben und von daher würde ich jedes gute WRC-Cockpit mit Kusshand nehmen. Das Wichtigste ist 2006 zu fahren!"

Dennoch wird es schwierig sein sich im Kampf um das zweite Ford-Cockpit durchzusetzen. "Im Moment ist es am wahrscheinlichsten, dass ich bei der Rallye Monte Carlo auf einem privaten Citroen am Start sein werde", meinte Duval abschließend.