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Die Szenen der Rallye Mexiko - Teil 2

Auch im zweiten Teil der Szenen der Rallye Mexiko darf Kris Meeke nicht fehlen. Außerdem: Wetterkapriolen und zerplatze Hoffnungen.

Der Wendepunkt

Als die Fahrer am Samstagnachmittag auf die Prüfungen gingen, hatte Sebastien Ogier noch Hoffnung, Kris Meeke einholen zu können. Der Abstand betrug vor der 38,31 Kilometer langen Lajas de Oro etwas mehr als 20 Sekunden und Meeke warnte, dass diese Schleife von Prüfungen entscheidend sein wird. Er sollte recht behalten. Ogier drehte sich in Zielnähe in seinem Ford Fiesta, während Meeke zur Bestzeit raste. Sein Vorsprung verdoppelte sich auf fast 40 Sekunden und aus einem hilfreichen Polster wurde ein äußerst bequemes.

Glück im Unglück

Hier gibt es keine zwei Meinungen. Wie Meeke später bemerkte, fuhr er nicht zum ersten Mal unabsichtlich mit einem Rallyeauto in ein Feld. Aber es war etwas anderes, als er - einen unbedingt benötigten Sieg vor Augen - 750 Meter vom Ziel entfernt durch eine Hecke fuhr.

Als ein orientierungsloser Meeke eine Runde über einen Zuschauerparkplatz drehte, löste sich sein Vorsprung von 30 Sekunden nach und nach auf. Beifahrer Paul Nagle erlangte seine Sinne zuerst wieder und fand ein Loch im Gestrüpp, durch das sie auf die Straße zurückkehren konnten. Mit einem Reifenschaden schleppten sie sich ins Ziel. Der Sieg war nach einem der dramatischsten Schlussakte einer WRC-Rallye intakt.

Mexiko: Meekes Parkplatz-Ausritt auf der Power Stage: (00:36 Min.)

Kaum zu glauben

Die WRC-Piloten genießen Mexiko aus vielen Gründen: Das Essen, der herzliche Empfang, eine entspanntere Stimmung als bei den ersten beiden Events und die Chance, zum ersten Mal in der Saison Sonnenschein zu spüren.

Stellt euch ihre Gesichter vor, als die hohen Temperaturen der ersten Tage Regen wichen. Und wir reden hier nicht von Schauern, sondern von Platzregen. Die Wetterdaten von Leon zeigen für März im Schnitt 1,3 Regentage - die Regenschirme mussten aber weitaus öfter aufgespannt werden.

Das Zitat der Rallye

Auch hier wieder Meeke, der über den Moment nachdachte, als er nach der Power Stage das Ziel erreichte: "Als ich über die Ziellinie fuhr, hatte ich keine Ahnung, dass ich gewonnen hatte. Aber die Leute fingen an, ihre Fäuste zu schütteln und dann wusste ich es. Ich bin mir sicher, dass Yves Matton [Citroen-Teamchef] später aus einem anderen Grund seine Faust in meine Richtung schütteln wird."


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