WRC

McRae scheidet aus – Saby übernimmt Führung

Während Colin McRae nach einem Unfall ins Krankenhaus musste, erkämpfte sich der VW-Pilot Bruno Saby die Gesamtführung nach sechs Etappen.
von Stephan Heublein

Motorsport-Magazin.com - Nachdem der Schotte Colin McRae die Gesamtführung der 27. Ausgabe der berühmt-berüchtigten Dakar Rallye übernommen hatte, bekam er auf der sechsten Etappe die Kehrseite der Medaille zu spüren: Nach einem schweren Crash schied der Ex-WRC-Champion aus.

Nach 410 von 492 Wertungskilometern verunglückte McRae auf der Etappe von Smara nach Zouerat und wurde danach zusammen mit Co-Pilotin Tina Thörner mit einem Hubschrauber ins nächstgelegene Krankenhaus gebracht. Beide sollen jedoch nicht schwer verletzt sein.

"Colin bekam einen Schlag auf den Kopf und verlor für zehn Minuten sein Sehvermögen", erklärte sein Manager gegenüber der BBC. "Aber ein Hubschrauber brachte ihn in ein Krankenhaus und er hat bereits zu Hause bei seiner Familie angerufen und gesagt, dass er in Ordnung ist."

Eine Nissan-Sprecherin bestätigte diese Aussagen: "Sowohl McRae als auch Thörner hatten eine medizinische Untersuchung und kamen beide ohne schwere Verletzungen davon. McRae hat Sehprobleme davon getragen und wird morgen nach Schottland zurückfliegen, während Tina Rückenschmerzen hat. Sie verloren bei einem der vielen Sprünge nach einer sehr harten Landung die Kontrolle und überschlugen sich mehrmals."

Ebenfalls einen Unfall hatte NASCAR-Star Robby Gordon in seinem VW Race-Touareg zu überstehen, weswegen der Amerikaner wichtige Zeit auf den neuen Spitzenreiter Bruno Saby verlor.

Auf Rang zwei liegt dahinter der Franzose Luc Alphand in seinem Mitsubishi vor der Deutschen Jutta Kleinschmidt im zweitbesten Volkswagen. "Dies war eine der schnellsten Dakar-Etappen überhaupt", erklärte der Titelverteidiger Stephane Peterhansel nach seinem Etappensieg. "Ich hatte einen Reifenschaden hinten rechts, aber ich fühle mich nach meiner Krankheit nun schon viel besser und freue mich auf den Rest der Rallye."

Morgen steht die bislang schwierigste Etappe auf dem Programm: 660 Kilometer von Zouerat nach Tichit. Dabei kommen die Piloten durch diverse Dünen und durchqueren sie mehrere hundert Kilometer an schnelleren Landschaften.

Gesamtstand nach 6 Etappen

1. Bruno Saby (F)/Michel Périn (F) Volkswagen Touareg 9h 22m 31s
2. Luc Alphand (F)/Gilles Picard (F) Mitsubishi Pajero/Montero Evolution 9h 23m 11s
3. Jutta Kleinschmidt (D)/Fabrizia Pons (I) Volkswagen Touareg 9h 26m 27s
4. Nasser Saleh Al-Attiyah (QA)/Alain Guehennec (F) BMW X5 9 h 27m 03s
5. Stéphane Peterhansel (F)/Jean-Paul Cottret (F) Mitsubishi Pajero/Montero Evolution 9h 29m 50s
14. Joan Roma (E)/Henri Magne (AND) Mitsubishi Pajero/Montero Evolution 10h 12m 53s
17. Andrea Mayer (D)/Jean-Michel Polato (F) Mitsubishi L200 Pick-Up 10h 31m 12s
TBA. Hiroshi Masuoka (J)/Andreas Schulz (D) Mitsubishi Pajero/Montero Evolution 12h 17m 20s


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