WRC

WM-Führung weiter ausgebaut - Loeb auch in Neuseeland unschlagbar

Sebastien Loeb holte sich in Neuseeland den fünften Sieg der Saison und machte gemeinsam mit Teamkollege Mikko Hirvonen den dritten Doppelsieg perfekt.
von Marion Rott

Motorsport-Magazin.com - Sebastien Loeb sicherte sich in Neuseeland den Sieg vor seinem Teamkollegen Mikko Hirvonen. Mit einer Gesamtzeit von 4:04:51,2 Stunden lag der Citroen-Pilot am Ende 29,6 Sekunden in Führung. Hinter dem Citroen-Duo holte sich Ford-Werkspilot Petter Solberg den letzten Podestplatz.

Das ist ein großartiger Sieg, nach einem Wochenende mit teils sehr schwierigen Bedingungen
Sebastien Loeb

Nach 2005 und 2008 siegte Loeb zum dritten Mal in Neuseeland und konnte durch seinen fünften Sieg aus sieben Rallyes 2012 die WM-Führung ausbauen. Der achtfache Weltmeister liegt nun 38 Punkte vor Teamkollege Hirvonen. "Das ist ein großartiger Sieg, nach einem Wochenende mit teils sehr schwierigen Bedingungen", freute sich Loeb, der am Sonntag nicht mehr kämpfen musste, da Citroen erneut zur Teamorder griff und Hirvonen zurückpfiff. Dennoch genoss der Weltmeister die ersten Tage, als noch um jede Sekunden gekämpft wurde.

Hirvonen, der beim dritten Doppelsieg der Saison erneut der Mann hinter Loeb war, freute sich dennoch über den Ausgang der Rallye. "Das war ein fantastisches Wochenende und wir hatten über zwei Tage einen großen Kampf", beschrieb der Finne. Besonders in fahrerischer Hinsicht fühlte sich der 31-Jährige nun endlich richtig wohl in seinem DS3.

Solberg freut sich über Podest

Petter Solberg war nach Neuseeland gereist, um zu siegen - am Ende ist nun ein dritter Platz herausgesprungen. Nach einem ersten Tag, der durch die Wahl der harten Reifen mit einem sehr großen Zeitverlust verbunden war, konnte sich der Ford-Pilot dennoch freuen. "Ich bin sehr froh, durchgekommen zu sein, nach dem, was am ersten Tag passiert ist", dachte der Norweger zurück. "Es ist großartig, den dritten Platz zu erreichen, denn wenngleich wir mit dem Ziel zu siegen hier herkamen, ist das immer noch ein gutes Resultat.

Ott Tanak schied in Neuseeland vorzeitig aus - Foto: Sutton

Hinter den Plätzen auf dem Podest schien bereits alles geregelt, bis sich Ott Tanak auf SS20 überschlug und ausschied. Sowohl der Este als auch sein Co-Pilot blieben bei dem Unfall aber unverletzt. Damit konnte Tanaks Markenkollege Evgeny Novikov ungefährdet den vierten Rang einfahren. "Ein sehr gutes Resultat, bei einer sehr schwierigen Rallye", war der Russe im Anschluss glücklich. "Es ist sehr einfach, hier Fehler zu machen und bereits ein kleiner Fehler kann dich eine Menge kosten."

Die Top-5 komplettierte Thierry Neuville, der in seinem Citroen die ersten beiden Bestzeiten des Sonntags setzen konnte. Damit verschaffte sich der Belgier etwas Luft zum Atmen, da von hinten Mini-Pilot Dani Sordo Druck machte. Der Spanier sicherte sich im Anschluss die nächsten zwei Bestzeiten, schaffte es am Ende aber nicht, näher als 20 Sekunden an Neuville heranzukommen. "Ich bin sehr glücklich mit dieser Rallye", freute sich der Citroen-Pilot, der dennoch etwas mit kleinen Problemen haderte, die ihn letztlich den vierten Rang gekostet hätten.

Latvala mit versöhnlichem Ende

Jari-Matti Latvala erlebte in Neuseeland nach einem erneut verkorksten Wochenende noch ein relativ versöhnliches Ende. Er sicherte sich die Maximalpunktzahl in der Power Stage und fuhr auf den siebten Rang hinter Sordo. "Ich war dieses Wochenende nicht so glücklich und verlor mein Selbstvertrauen nach dem, was Freitag passiert ist", bezog sich der Finne auf seinen neuerlichen Fehler, der ihm alle Podestchancen raubte. Dennoch versuchte er, das Positive zu sehen: "Wir haben uns zurückgekämpft und noch gute Punkte bei diesem Event geholt."

Wir haben uns zurückgekämpft und noch gute Punkte bei diesem Event geholt
Jari-Matti Latvala

Die Top-10 wurden von Armindo Araujo im Mini, Ken Block im Ford Fiesta und Manfred Stohl im Mini komplettiert. Besonders der Österreicher überzeugte nach langer WRC-Pause mit diesem Ergebnis unter den besten Zehn. Allerdings war es nur ein kurzer Ausflug und Stohl kehrt nun in bekannte Gefilde zurück. "Der schöne Traum ist vorbei und nun geht es wieder an die Arbeit! Nun werde ich weiterhin in Österreich Rallye fahren, aber vielleicht kehre ich zurück - ich bin nicht sicher", verriet der Mini-Pilot.

Endergebnis Rallye Neuseeland:

1. Sebastien Loeb, Citroen 4:04:51,2
2. Mikko Hirvonen, Citroen +29,6
3. Petter Solberg, Ford +1:36,4
4. Evgeny Novikov, Ford +2:13,6
5. Thierry Neuville, Citroen +2:42,4
6. Dani Sordo, Mini +3:03,1
7. Jari-Matti Latvala, Ford +4:52,9
8. Armindo Araujo, Mini +9:36,4
9. Ken Block, Ford +10:30,3
10. Manfred Stohl, Mini +11:26,3

Ergebnis Power Stage:

1. Jari-Matti Latvala, Ford 4:14,3
2. Petter Solberg, Ford +1,5
3. Sebastien Loeb, Citroen +1,7
4. Dani Sordo, Mini 3,0
5. Thierry Neuville, Citr+6,2oen


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