WRC

Solberg bei Aufholjagd gestoppt - Portugal: Hirvonen führt in den finalen Tag

Mikko Hirvonen konnte seine Führung in Portugal weiter ausbauen und geht mit über einer Minute Vorsprung vor Mads Östberg in den finalen Tag der Rallye.
von Marion Rott

Motorsport-Magazin.com - Mikko Hirvonen blieb am Nachmittag des dritten Tages bei schönem und vor allem trockenen Wetter in Portugal in der Führungsposition. Mit einer Gesamtzeit von 2:59:33,6 Stunden gelang es dem Finnen seinen Vorsprung auf Mads Östberg auf 1:11,9 Minuten auszubauen. Weitere 29,3 Sekunden dahinter liegt immer noch Evgeny Novikov.

Es hörte sich wie ein Steinkonzert in meinem Wagen an!
Mads Östberg

Hirvonen sprach von einem guten Tag, da er seine Führung weiter ausbauen konnte. "Aber es bleibt immer noch ein Tag und wir müssen sicherstellen, dass wir auch bis ins Ziel kommen", blieb Hirvonen auf dem Boden. Dennoch fiebert er seinem ersten Sieg mit Citroen entgegen. "Es ist schon etwas schwierig: du hörst jedes Geräusch am Auto und machst dir viele Gedanken."

Während Hirvonen sich Geräusche im Wagen einbildete, hatte Östberg auch so genug davon. "Es fühlte sich an, als wäre das gesamte Auto nach unten gefallen und nach der Wasserstelle hatte ich eine Menge Lärm im Auto", erzählte der Norweger. "Es hörte sich wie ein Steinkonzert in meinem Wagen an!" Danach versuchte er zwar weiter Druck zu machen, wollte aber auch den Ford nicht beschädigen. Sein Konkurrent Evgeny Novikov konnte aber nicht aufschließen, da er erneut Probleme mit Fehlzündungen hatte.

Solbergs Servolenkung streikte

Die Aufholjagd von Petter Solberg lief zuerst genau nach Plan. Der Norweger sicherte sich vier der sechs Bestzeiten des Tages und kletterte bis auf den vierten Rang nach oben. "Das Auto ist fantastisch, es macht wirklich totalen Spaß", strahlte der Ford-Pilot. In der finalen Prüfung fiel ihm aber komplett die Servolenkung aus, was ihn wieder auf Rang fünf zurückspülte. "Morgen müssen wir eben nochmal angreifen", zeigte sich der Ford-Pilot etwas genervt.

Petter Solberg konnte viel Boden gutmachen - Foto: Sutton

Jari-Matti Latvala erlebte einen Nachmittag zum Vergessen. Nachdem er ohnehin schon großen Rückstand hatte, machte ihm der Benzindruck große Probleme. Allein auf Almodovar 1 verlor der Finne mehr als zwölf Minuten auf die Spitze, was sich weiterzog. Nach der finalen Stage war seine Laune daher nicht die beste: "Wenn ich ehrlich bin, bin ich einfach froh, dass es die letzte Prüfung des Tages war."

Sordo zwischen Bestzeiten und Problemen

Die Aufholjagd von Dani Sordo erlebte ebenso einen Dämpfer, denn sein Auspuff machte Schwierigkeiten. Dieses Problem konnte aber behoben werden und er setzte die Bestzeit in Loule 2. "Ich habe wirklich versucht, richtig Druck zu machen", verriet der Spanier, der wieder sehr glücklich mit seinem Boliden war, dem aber eine Scheibe fehlte. "Wir müssen schauen, dass wir das bis morgen wieder reparieren, denn es war sehr matschig", lachte Sordo.

Wir müssen schauen, dass wir das bis morgen wieder reparieren, denn es war sehr matschig
Dani Sordo

Traurig endete der Samstag für Patrik Sandell, der sich mit seinem Mini für lange Zeit auf dem vierten Platz halten konnte. In SS14 war die Freude aber vorbei. "Ich denke, Sandell könnte vielleicht in einer Linkskurve einen Baum getroffen haben", erklärte Östberg, der nach dem Schweden auf der Strecke war. "Beide sind okay, aber die Hinterradaufhängung könnte beschädigt sein." Sandell konnte nicht mehr weiterfahren.

Ergebnisse nach Tag drei:

1. Mikko Hirvonen, Citroen 2:59:33,6
2. Mads Östberg, Ford +1:11,9
3. Evgeny Novikov, Ford +1:41,2
4. Nasser Al-Attiyah, Citroen +6:10,1
5. Petter Solberg, Ford +6:25,6
6. Martin Prokop, Ford +6:47,5
7. Dennis Kuipers, Ford +7:29,8
8. Sebastien Ogier, Skoda +8:00,2
9. Peter van Merksteijn, Citroen +8:38,7
10. Jari Ketomaa, Ford +11:36,7


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