Jari-Matti Latvala kämpft in Spanien weiter um den Rallye-Sieg, von dem ihn knapp 30 Sekunden trennen. Doch selbst wenn es mit dem obersten Podest nichts werden sollte, strahlt Latvala über beide Ohren, denn seine vier Stage-Siege auf Asphalt waren nicht zwingend zu erwarten. "Meine Fahrweise auf dieser Oberfläche verbessert sich ständig", jubelte Latvala, der vom besten Karrieretag auf Asphalt sprach.

Jari-Matti Latvala strahlte über seine WP-Zeiten, Foto: Sutton
Jari-Matti Latvala strahlte über seine WP-Zeiten, Foto: Sutton

Der Finne nutzte nach eigenen Aussagen jeden Zentimeter der Strecke und lobte seinen Dienstwagen. "Ich habe noch nie ein so gutes Auto auf Asphalt gefahren, wie den Fiesta. Es ist so stabil und bedienbar wie ein Rennauto", freute sich Latvala über den RS WRC. "Wenn es sich so gut wie das anfühlt, habe ich das Vertrauen zu fahren, als wäre ich auf einer Rennstrecke."

Besonders freute sich der 26-Jährige über den Händedruck von Sebastien Loeb, der aufgrund von Latvalas guten Zeiten auf den Ford-Piloten zukam. "Es war ein großartiges Gefühl, als ein siebenfacher Weltmeister mir gratulierte, dass ich ihn auf seiner favorisierten Oberfläche geschlagen habe", zeigte Latvala auf, der am Sonntag Druck auf Loeb machen möchte. "Ich kann diese Zeit unter normalen Umständen nicht aufholen, aber ich werde hart pushen und sehen, was passiert."

Hirvonen erwartet Entscheidung in Wales

Mikko Hirvonen, der sich genau wie sein Teamkollege für die harten Reifen entschied, konnte nicht nachvollziehen, wieso er am Vormittag nicht schneller fahren konnte und immer weiter Zeit verlor. "Das Gefühl im Auto war gut, das Setup exzellent und ich dachte, meine Fahrweise war perfekt, daher verstehe ich nicht, warum ich heute Morgen Zeit verloren habe", zeigte sich der Ford-Werkspilot ratlos, der sich am Nachmittag aber besser fühlte. "Das einzige, was ich anders machte war, dass ich den Motor höher drehen ließ und kleinere Gänge verwendete, vielleicht hat das geholfen."

Im Hinblick auf die Meisterschaft erwartet der Finne in Spanien noch keine Entscheidung. "Es sieht so aus, als würde sich der Ausgang der Meisterschaft nicht vor der finalen Runde nächsten Monat in Großbritannien entscheiden", zeigte der 31-Jährige auf, der genau dort 2009 den Titel gegen Loeb um einen Punkt verlor. "Daher kann jeder Punkt, den ich aus der Powerstage mitnehme, für das Ende der Saison entscheidend sein." Bereits am Samstag kündigte Teamchef Malcolm Wilson an, dass das Team, wie in Australien und Frankreich, auch in Spanien eingreifen werde, wenn Latvala am Ende noch vor Hirvonen liegen sollte.