Das Interesse ist riesengroß - über 250.000 Zuschauer werden erwartet, dazu gibt es eine umfangreiche TV-Berichterstattung. Die deutschen Top-Piloten freuen sich auf den Vergleich mit der Weltspitze. Mittendrin das Stutgarter Team Wallenwein Rallye Sport, das mit ihrem Subaru Impreza STI in dieser Saison für Furore sorgt.

Sandro Wallenwein und Markus Poschner führen nach vier von sieben Wertungsläufen die Deutsche Meisterschaft mit 54 Punkten Vorsprung überlegen an. Nach drei Vizemeisterschaften in Folge liegt der Stuttgarter Spediteur eindeutig auf Meisterschaftskurs: "Wir fiebern seit Wochen auf diese Veranstaltung hin! Für uns ist es natürlich etwas ganz besonderes vor einem solch großen Publikum zu starten. Mit Blick auf die Meisterschaft müssen und werden wir nicht das letzte Risiko für jede Zehntelsekunde suchen. Dennoch möchten wir natürlich nicht trödeln und sind gespannt, wo wir im Vergleich zur Weltelite stehen. Die Stimmung im Team ist hervorragend und unseren Subaru läuft bislang wie ein Schweizer Uhrwerk", strahlt Sandro vor seiner Reise nach Trier. Auf die Frage nach einer vorgezogenen Meisterschaftsfeier zeigt er sich gewohnt zurückhaltend: "Unsere Chancen stehen in diesem Jahr besonders gut, doch im Rallyesport ist alles möglich. Wir denken erst an den Titel, wenn wir ihn auch sicher haben!"

Schaut man sich einige Daten zur Rallye Deutschland näher an, so kann man erahnen, welch großer Aufwand für das gesamte Team in der nächsten Woche ansteht. Die Rallye ist komplett durchorganisiert und alle müssen sich an viele Regeln halten, die Rallye Weltmeisterschaft hat ihre eigenen Gesetze. So wird im Rallye Guide 2 auf über 120 Seiten der genaue Ablauf beschrieben (wo und wie werden die Namensschilder und die Startnummern angebracht, wann werden die GPS-Navigationsgeräte eingebaut, wo ist der Flexi-Service usw.). Die Veranstaltung besteht aus 19 Sonderprüfungen mit einer WP-Länge von ca. 360 km. Die Gesamtdistanz beträgt 1.300 km. Die Besichtigung der Strecken, das sogenannte "Recce", findet am Dienstag und Mittwoch statt. Am Donnerstag gibt es einen letzten Test (Shakedown) und beim Showstart vor der Porta Nigra werden die Teilnehmer mit einer tollen Präsentation gebührend empfangen. Von Freitag bis Sonntag stehen die Wertungsprüfungen in der Moselregion, dem Truppenübungsplatz Baumholder und dem nördlichen Saarland auf dem Programm. Das Highlight findet mit dem Rundkurs "Circus Maximus" (Sonntag, 21. August ab 14:00 Uhr) in der Innenstadt von Trier statt. Rund um die Porta Nigra werden gleich mehrere Teilnehmer zeitgleich die Strecke absolvieren, bevor später an gleicher Stelle die Sieger geehrt werden