Der mexikanische Ableger der NASCAR bringt im Saisonfinale auf dem Autódromo Miguel E. Abed mit Alex de Alba einen neuen Champion hervor. Der Triumph des Mexikaners, der letztes Jahr zum "Rookie of the Year" gewählt wurde, wurde jedoch von einem kuriosen Crash mit einem involvierten Safety-Car überschattet und sorgte weltweit für Schlagzeilen.
Santiago Tovar drehte sich während des Rennens mit seinem NASCAR-Boliden, blieb in einer Streckenbarriere stecken und wartete darauf, aus seinem Auto befreit zu werden. Die Safety-Cars kamen, um ihm zu helfen - eines jedoch mit viel zu hoher Geschwindigkeit.
Auf dem Rasen konnte das Sicherheits-Auto nicht rechtzeitig bremsen und krachte mit voller Wucht in die Seite von Tovars NASCAR-Boliden. Alle Beteiligten dieses irren Unfalls blieben unverletzt, aber der Vorfall wirft erneut Fragen über die Sicherheit der mexikanischen Rennstrecken und Abläufe auf.
Unfall kein Einzelfall in der mexikanischen NASCAR
Die Sicherheitsmängel der mexikanischen NASCAR-Strecken sind bereits mehr als ein Jahrzehnt Thema. Die Highspeed-Rennen der NASCAR-Serien brauchen dementsprechende Sicherheitsvorkehrungen auf den Strecken. Diese lassen auf dem 2,06 km langen Oval im Bundesstaat Puebla in Mexiko - wo auch die Formel E in der Vergangenheit einmal ein Gastspiel absolvierte - zu wünschen übrig.
Das wohl bekannteste Beispiel für einen Crash mit katastrophalem Ausgang bildet der Fahrer Carlos Pardo. Am 14. Juni 2009 kollidierte der Mexikaner mit dem Wagen von Jorge Goeters, ebenfalls auf dem Autódromo Miguel E. Abed in Puebla. Daraufhin drehte sich Pardo auf der Strecke und prallte mit knapp 200 km/h gegen eine Mauer am Eingang der Boxengasse. Pardo wurde zwar aus dem Wrack seines Boliden geborgen, 45 Minuten nach dem Unfall in einem Krankenhaus nahe der Strecke aber für tot erklärt.
Auch andere Strecken in Mexiko abseits des bekannten Formel-1-Kurses in Mexiko-City weisen Sicherheitsmängel auf. Der Hauptakteur im Crash des diesjährigen Saisonfinales, Santiago Tovar, verursachte 2017 einen Unfall mit Personenschaden auf dem Autódromo de Leon, 45 Minuten außerhalb der zentralamerikanischen Stadt León de los Aldama. Tovar verlor die Kontrolle über seinen Wagen. Nachdem sein Bremspedal nicht mehr zurückkam, war er nurmehr Beifahrer in seinem eigenen Boliden. In der letzten Kurve der Strecke schlitterte er in eine Barriere, die jedoch nicht für den Highspeed der NASCAR ausgelegt war. Sein Auto fuhr über die Reifenbarriere und verletzte dabei vier Besucher, die sich im Bereich hinter dem Schutzwall befanden.
Die berühmte NASCAR Cup Series setzt 2026 ein Gastspiel in Mexiko, wie das diesjährige "Viva Mexiko 250" aus. Der US-Kalender ist bereits prall gefüllt. Für 2027 hoffen die mexikanischen Fans auf eine Rückkehr der Serie in ihre Heimat.



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