NASCAR

Intimidator, Ironman, King & Co. - US-Racing: Die größten Fahrer der Geschichte

Die Frage nach dem besten Fahrer ist so alt wie der Rennsport selbst. Motorsport-Magazin.com wagt dennoch ein Ranking der größten Piloten im US-Rennsport.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - Das Land ist groß, aber nur zwei Rennserien haben sich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten durchgesetzt. Der Sprint Cup, die Top-Division der NASCAR, ermittelt seit 1949 regelmäßig ihren Champion in einer langen Meisterschaftssaison. Das Daytona 500 gilt als das wichtigste und prestigeträchtigste NASCAR-Rennen, weltweit bekannt als das "Great American Race".

Im US-Formel-Sport gab es viele Versuche der Formel 1 Konkurrenz zu machen. Die CART-Series hatte vor ihrer Aufspaltung nicht nur in Amerika viele Anhänger. Geblieben ist die IndyCar-Series, die seit 1996 Meisterschaften ausfährt. Der Saisonhöhepunkt ist und bleibt das Indianapolis 500. Das erste Indianapolis 500-Rennen fand 1911 auf dem Indianapolis Motor Speedway statt. Dieses Rennen ist das größte Motorsportspektakel Amerikas und das größte Tagessportereignis der Welt.

KriteriumBedeutung
ErfolgSportliche Erfolge als Rennfahrer in dieser Rennserie
TalentFahrerisches Talent, technisches Wissen, Vielseitigkeit (unterschiedliche Rennserien)
CharismaCharakter, politischer & öffentlicher Einfluss
MutRisikobereitschaft abseits der Rennstrecke, mutige Entscheidungen in seiner Karriere

Wir mussten uns in der Redaktion auf fünf Fahrer einigen. Das wurde dadurch erschwert, dass ein Redaktionsmitglied mit aller Macht "Striezel" Stuck unterbringen wollte. Aber die Sebring-Erfolge reichten dann doch nicht aus. Nach einem harten Auswahlverfahren schafften Richard Petty, Dale Earnhardt, Jimmie Johnson, Dario Franchitti und Alessandro Zanardi den Sprung in unsere ultimative Top-5.

FahrerSaisonsSiegeTitelBesonderheiten
R. Petty3520071.184 Rennen, 27 Siege 1967, davon 10 in Folge
D. Earnhardt2776711 Siege 1987, 428 Top-10-Resultate in 676 Rennen
J. Johnson16776Einziger Fahrer mit fünf Titeln in Folge
D. Franchitti11214IndyCar-Rekordsieger
A. Zanardi4662Zweifacher CART-Champion

1. Erfolg: Zwei NASCAR-Legenden bleiben das Nonplusultra

Daytona 500 1979: Petty-Sieg und Schlägerei: (03:42 Min.)

Richard Lee Petty und Ralph Dale Earnhardt Senior holten in ihrer Karriere die Rekordzahl von sieben Titeln in der höchsten NASCAR-Liga und erhalten dadurch natürlich die Höchstpunktzahl. Richard "The King" Petty gewann die bisher unerreichte Zahl von 200 Siegen in 1.184 Rennen. "The Intimidator "Earnhardt starb bei einem Unfall in der letzten Runde des Daytona 500 der Saison 2001. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er 76 Siege errungen.

Von den aktiven NASCAR-Fahrern ist Johnson mit sechs Titeln zweifellos der erfolgreichste Pilot im Sprint Cup. Fünf Titel holte der Hendrick-Pilot zwischen 2006 und 2010 in Folge, das hatte zuvor kein anderer Fahrer geschafft, deshalb erhält Johnson vier Punkte. Franchitti folgt mit drei Zählern durch vier Titel in der IndyCar-Serie. In dieser Zeit gewann der Schotte 16 Saisonrennen. In der Rubrik Erfolge kann Zanardi gegenüber seinen Konkurrenten nicht mithalten. Der gebürtige Italiener holte 1997 und ein Jahr später zwei Titel in der CART-Serie.

2. Talent: Allrounder Zanardi

Beim Thema Talent vergaben wir hauptsächlich vier Punkte für Franchitti und Zanardi, weil sie in mehreren unterschiedlichen Serien angetreten sind. Nach seinem Unfall im Jahr 2001 fuhr der beinamputierte Zanardi weiterhin Rennen und wurde 2012 zweifacher paralympischer Sieger in der Disziplin Handbike. Da die drei NASCAR-Piloten nur in ihrer Serie angetreten sind, mussten wir sie dahinter einordnen.

3. Charisma: Schicksale, die die Welt bewegten

Der Horror-Unfall von Alex Zanardi: (01:07 Min.)

In dieser Rubrik liegen Earnhardt und Zanardi klar vorne. Zanardi verlor zwar seine Beine, nicht aber seine Lebensfreude und die Liebe zum Rennsport. "Die Hölle ist gar nicht so hässlich wie man dachte", sagt Zanardi, der am 15. September 2001 dem Tod wie durch ein Wunder auf dem Lausitzring entkam. Der Italiener ging anschließend auf Konfrontationskurs mit seinem Schicksal und nahm sein Leben sprichwörtlich in die Hand.

Für die Fans war und ist Earnhardt die große NASCAR-Legende. Er war seit seinem Debüt 1975 maßgeblich für die steigende Popularität der NASCAR-Serie verantwortlich. Sein Tod 2001 löste weltweite Bestürzung aus. Seine Beliebtheit spiegelte sich in den vielen Spitznamen wieder, die er durch seinen aggressiven Fahrstil erhielt: "Ironhead", "Mr. Restrictor Plate", "The Man in Black" und natürlich "The Intimidator".

Petty errang seine Beliebtheit dadurch, dass er eine große Fannähe hatte. Der Mann mit der Sonnenbrille und dem Charlie-One-Horse-Cowboyhut kandidierte sogar für die Republikanische Partei. Franchitti und Johnson gelten bei den Fans als ziemlich glattgebügelt. Johnson erhielt durch seine nach ihm benannte Foundation viel Anerkennung auch außerhalb der NASCAR-Szene.

4. Mut: Es konnte nur einen geben

In dieser Kategorie konnte es mit Zanardi nur einen Sieger geben. Petty, Earnhardt und Franchitti erhielten drei Punkte, weil sie sich auch nach teilweise schweren Unfällen nicht beirren ließen und weiter Rennen fuhren. Die NASCAR-Fahrer hatten bei 36 bis 61 Rennen pro Saison auch kaum Zeit, außerhalb der Rennstrecke zu glänzen. Johnson mussten wir dahinter einstufen, weil er nach seinem Sprint-Cup-Debüt fast nur noch in dieser Liga fuhr.

5. Gesamt: The Intimidator & Ironman

Daytona 500 1998: Einmalige Siegesfeier für Dale Earnhardt Senior: (07:03 Min.)

Das Endergebnis war dann eine kleine Überraschung, denn es gab zwei Sieger mit 16 Punkten. Earnhardt ist sicherlich der sportliche Gewinner und Zanardi ist der Sieger über sein Schicksal. Earnhardts Tod sorgte anschließend für mehr Sicherheit durch die Einführung der Safer Barriers. Zanardi nahm zuletzt zum zweiten Mal erfolgreich am Ironman-Triathlon teil. Petty wurde Dritter und ist fast jede Woche an einem Oval zu sehen, um sein NASCAR-Team zu unterstützen. Franchitti, der verletzungsbedingt 2013 seinen Rücktritt erklärte, belegte den vierten Rang. Johnson ist zwar Letzter in unserem Ranking, hat aber als aktiver Fahrer noch viel Zeit sich zu verbessern. Momentan führt der Kalifornier mit zwei Siegen nach fünf Rennen die Meisterschaft an.

FahrerErfolgTalentCharismaMutGesamt
D. Earnhardt535316
A. Zanardi245516
R. Petty534315
D. Franchitti343313
J. Johnson433212

Und jetzt seid ihr dran! Welcher der fünf Fahrer in unserer Auswahl ist für euch die Nummer eins? Stimmt in der Umfrage ab und diskutiert in den Kommentaren über eure größten Legenden der Geschichte, solltet ihr jemand ganz anderen favorisieren. Wir sind gespannt auf eure Vorschläge!


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