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Walter Röhrl erfüllt krebskrankem Jungen großen Wunsch

Soziale Hilfsorganisation ermöglicht krebskrankem Jungen eine Mitfahrt mit Rallye-Weltmeister Walter Röhrl in einem Porsche.

Motorsport-Magazin.com - Die Charity-Organisation "Race-Aid - der Motorport hilft" hat dem krebskranken Lars-Ole F. einen Traum erfüllt. Der 18 Jahre alte Hamburger durfte mit dem zweimaligen Rallye-Weltmeister Walter Röhrl in einem Porsche mitfahren. Die strahlenden Augen und das Grinsen im Gesicht des Jungen beim Aussteigen sagen mehr als tausend Worte. "Ich bin seit mehr als zehn Jahren Porsche-Fan - und Walter Röhrl ist die Krone von Porsche", sagt Lars-Ole.

"Wie souverän und präzise Walter Röhrl das Auto dirigiert hat, ist faszinierend", schwärmte er nach der etwa einstündigen Fahrt, "dabei bewegt er das Lenkrad ganz sachte." Und nach einer kurzen Pause fügt er an: "So möchte ich auch einmal fahren können."

Noch hat Lars-Ole keinen Führerschein. Wann er ihn machen darf, das entscheiden die Ärzte. Denn der schlanke Junge hat eine Odyssee hinter sich. Angefangen hat alles damit, dass er vor fünf Jahren beim Klettern aus dem Schwimmbecken umgekippt war. In den folgenden Untersuchungen wurden sowohl ein Hirntumor als auch mindestens sechs Wucherungen an der Hals- und Lendenwirbelsäule diagnostiziert.

Foto: Race-Aid - der Motorport hilft

Durch mehrere Chemotherapien über zwei Jahre hinweg konnte das Wachstum der Tumore gestoppt werden. Weil die Krankheit jedoch jederzeit wieder aufbrechen kann und dann neue Chemotherapien anstehen, gilt er als noch nicht austherapiert.

Um ihrem Sohn in der schweren Zeit ein Ziel zu geben, für das es sich zu kämpfen lohnt, wandte sich die Mutter an den Verein Hamburger Kinderwünsche. Der nahm Kontakt mit "Race-Aid - der Motorport hilft" auf. Diese Charity-Organisation will die Faszination Motorsport mit sozialer Verantwortung kombinieren.

Foto: Race-Aid - der Motorport hilft

"Der Motorsport wirkt häufig kalt und technokratisch, mit solchen Aktionen können und wollen wir künftig zeigen, dass er auch eine sehr menschliche Seite hat", sagt Race-Aid-Initiator Jürgen Pippig. Er ist mit den im Motorsport involvierten Herstellern im Dialog, um durch "Race-Aid" soziale Verantwortung zu übernehmen.

Auf seine ganz charmante Art hat Walter Röhrl diese Brücke geschlagen. Und auch in einer Widmung eines seiner Bücher zum Ausdruck gebracht: "Zu Erinnerung an unsere Ausfahrt in Regensburg. Alles Gute für die Zukunft!" Noch einmal strahlten die Augen von Lars-Ole. "Das war ein einmaliges Erlebnis", sagte er.


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