Moto3

Moto3 Sepang - Philipp Öttl resigniert: Nichts funktioniert

Philipp Öttl ist auch beim Moto3-Rennen in Sepang kein Erfolgserlebnis vergönnt. Resignation macht sich breit, Zuversicht bringt nur die Zukunft.
von Tobias Ebner & Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Philipp Öttl durchlebt momentan zweifellos eine schwierige Phase in seiner Karriere. Seit seinem Sieg im Moto3-Rennen von Jerez schaffte es der Deutsche lediglich noch zwei Mal in die Top-10 mit den achten Plätzen auf dem Sachsenring und in Brünn. Und auch beim Malaysia-GP in Sepang gab es für den KTM-Piloten keinen Grund zum Jubeln.

Öttl ging nämlich nach einem schwierigen Rennen als 19. leer aus. In der Startrunde fiel er bis auf den 27. und damit vorletzten Platz zurück, im weiteren Rennverlauf konnte er nur noch Jakub Kornfeil, Stefano Nepa und Wildcard-Fahrer Apiwath Wongthananon eine Position abluchsen. Durch die Ausfälle vor ihm wurde er immerhin noch in die Top-20 nach vorne gespült.

Dass dies jedoch nicht Philipp Öttls Ansprüchen gerecht wird, liegt auf der Hand. Nach der jüngsten Negativserie machen sich Resignation und Frust beim deutschen Moto3-Piloten breit. "Ich weiß nicht, woran es liegt. Ich habe alles gemacht, was ich sonst auch mache. Aber es funktioniert alles nicht, was ich die letzten vier Jahre gemacht habe. Wir haben schon alles analysiert, was wir analysieren können. Mal wird es etwas besser, mal etwas schlechter, aber grundsätzlich wird alles eher immer schlimmer", hadert Öttl im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com.

Philipp Öttl: Moto2 als Erlösung?

Auch der Blick nach vorne fällt Öttl unter diesen Voraussetzungen schwer: "Für mich gibt es keinen Grund, warum es irgendwann wieder besser werden sollte. Ich bin einfach nicht schnell genug und weiß nicht, wie ich das noch in den Griff kriegen sollte. Das Gesamtpaket aus Fahrer, Team und Bike passt einfach nicht."

Zuversicht verspürt Öttl einzig mit Blick auf die Moto2. In dieser Klasse startet er im kommenden Jahr für das Tech3-KTM-Team, gemeinsam mit seinem Moto3-Kollegen Marco Bezzecchi. Die Moto2-Testfahrten in Aragon stimmten Öttl zufrieden: "Da lief es besser. Da bin ich immer 14 bis 15 Runden gefahren und es gab keine Probleme." Gut möglich also, dass dieser neue Abschnitt für Philipp Öttl eine Erlösung darstellt und er dann über seine aktuelle Krise in der Moto3-Klasse wieder lachen kann.


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