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Euro-Serie geht in ihre zweite Saison - GT4-Vorschau: Spielwiese der GT-Exoten

Das Feld der GT4-Euro-Serie ist 2015 zwar überschaubar, aber GT-Fans dürften dank zahlreicher Exoten auch im zweiten Jahr auf ihre Kosten kommen.
von Fabian Stein

Motorsport-Magazin.com - Seit 2007 pendelt die Gruppe GT4 für gering modifizierte Sportwagen irgendwo zwischen Tourenwagen und Grand Tourern. Noch immer besetzen die kleinen Brüder der boomenden GT3-Klasse nur eine Nische wie etwa als SP10 in der VLN. Mit der Gründung der GT4-Euro-Serie vor einem Jahr bekamen die kostengünstigen Sportwagen für Amateure und Halbprofis ihre eigene Bühne, die sie auch mit munteren Rennen nutzen. Mit dem neuen KTM X-BOW GTR und dem Sin R1 GT4 sind zwei rare Exoten das technische Highlight in dieser Saison, die am Osterwochenende im französischen Nogaro beginnt.

2015 als Mischung aus Kontinuität und Erneuerung

2014 standen 24 Fahrzeuge auf der vorläufigen Nennliste, 2015 sind es lediglich 15. Allerdings waren dereinst auch die Ginetta G50 aus dem Ginetta-Cup gelistet. In diesem Jahr sind sechs Fahrzeuge sind in der Pro-, neun in der AM-Kategorie genannt. Wie im Vorjahr werden sechs Rennen in Europa ausgetragen, die im Rahmenprogramm der Blancpain-Sprint-Serie und des ADAC GT Masters ausgetragen werden. Es darf daher erwartet werden, dass das Feld mit wechselnden lokalen Gaststartern noch etwas an Umfang zunimmt.

Weiter dabei sind die niederländischen Teams Ekris Motorsport und Las Moras Racing bzw. V8 Racing, die die Säulen der Serie bilden. Die amtierenden Meister Bernhard van Oranje und Ricardo van der Ende versuchen ihren Titel zu verteidigen. Gleiches gilt für den Portugiesen André Grammatico, der 2014 die Amateurwertung gewann.

Markenvielfalt dank Neuentwicklungen von KTM und Sin Cars

Bis zu acht verschiedene Hersteller könnten in Nogaro an den Start gehen. Vom braven BMW M4 über den bulligen Camaro bis zum zierlichen Lotus Evora sind die etablierten GT4-Fahrzeuge in der Meisterschaft vertreten. Neu dabei ist auch ein Chevron GT4, der im letzten Jahr zum ersten Mal im englischen GT-Cup fuhr. Ihr Renndebüt geben 2015 zwei andere sehr exotische GT-Boliden.

Das österreichische Team ZaWotec setzt zwei von Reiter Engineering entwickelte KTM X-BOW GTR ein und führt damit eine lange Tradition von KTM in der GT4-Kategorie fort. Die Vorgänger des nun ‚überdachten‘ X-BOW haben 2008 und 2009 die Titel in der Supersport -Unterkategorie gewonnen. Ebenfalls brandneu ist der Sin R1 GT4: Ein Rennwagen, der in Bulgarien entworfen wurde und als Kleinserie in Großbritannien gebaut wird. Das Einsatzteam um den rennfahrenden Firmenchef Rosen Daskalov ist in Ingolstadt beheimatet.

Sollten GT-Fans nicht live vor Ort sein, bietet die Webseite der GT4-Euro-Serie die Wiederholungen aller Rennen zum Abrufen bei Bedarf an.

Der GT4-Kalender für 2015 in der Übersicht

Nogaro, 04.04. bis 06.04.2015
Zandvoort, 22.05. bis 24.05.2015
Spielberg, 05.06. bis 07.06.2015
Spa-Francorchamps, 19.06. bis 21.06.2015
Nürburgring, 14.08. bis 16.08.2015
Misano, 02.10 bis 04.10.2015

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