In der Anfangsphase der 24 Stunden von Le Mans konnte Peugeot seine Spitzenpositionen verteidigen und sich um fast eine Minute von den verfolgenden Audi absetzen. Nach einer Rennstunde ohne Probleme führt Pedro Lamy das Feld vor seinen beiden Teamkollegen Franck Montagny und Nicolas Minassian an. Audi liegt mit dem besten Wagen schon eine knappe halbe Minute zurück.
Direkt nach dem Start sah es noch so aus, als würde Audi mit einem R10 auf Attacke fahren. Allan McNish schnappte sich unter dem Dunlop-Bogen einen Peugeot, musste die Position aber schon auf der langen Geraden wieder abgeben. Danach sah der Schotte nur noch die Rücklichter der französischen Boliden: pro Runde verlor Audi in der ersten Rennstunde gute zwei bis drei Sekunden.
Immerhin konnte McNish etwas später Führungsluft schnuppern, als nacheinander alle drei Peugeot zum Nachtanken an die Box kamen. Am Ende der zehnten Runde kam McNish dann aber auch zum Service und wurde wieder auf den vierten Rang zurück gereicht. Hinter ihm folgten Lucas Luhr und Frank Biela in den anderen beiden Audi.
Den Lola Aston Martin, der Audi im Qualifying ärgerte und die Vorjahressieger in der Startaufstellung eine Position nach hinten schob, konnten die Ingolstädter schon in der Anfangsphase deutlich hinter sich lassen. Stefan Mücke kann die Renn-Pace der Diesel nicht mitgehen, hält sich aber unter den Benzinern vorzüglich: nach einer Stunde lag der Berliner mit seiner Truppe auf dem neunten Rang.
Den ersten nennenswerten Zwischenfall gab es nach gut 30 Minuten zwischen den Startnummern 12 und 25. Beim Anbremsen zur ersten Bremsschikane berührten sich die beiden Fahrzeuge, Thomas Erdos bog mit seinem LMP2 nach links in die Leitplanke ab und beschädigte sich die Frontpartie. Trotz des Schadens konnte der Brasilianer aus eigener Kraft in die Boxengasse zurückkehren, verlor allerdings viel Zeit.
In der LMP2-Klasse lieferten sich die beiden Porsche-Teams Van Merksteijn Motorsport und Essex einen spannende Kampf um die Führung. Beide Fahrzeuge fuhren in der ersten Stunde auf dem selben Niveau, selbst nach den ersten Boxenstopps trennten die beiden Autos nur Sekundenbruchteile. In den GT-Klassen bestätigten Corvette und Porsche ihre Vormachtstellung: sie führen nach einer Rennstunde.

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