Zum 55. Mal geht es am kommenden Wochenende einmal rund um die Uhr. Mit dem legendären Langstreckenklassiker von Sebring startet die American Le Mans Series mit einem Highlight in die neue Saison. Der 5,950 Kilometer lange Flugplatzkurs im Herzen Floridas ist eine harte Belastungsprobe für die Autos und Fahrer. Rund 5.500 Kurven und 7.000 Gangwechsel müssen auf dem welligen Asphalt bewältigt werden.
"Dieses Rennen ist ein echter Härtetest und ein wichtiger Indikator für den weiteren Saisonverlauf", sagt Porsche-Motorsportchef Hartmut Kristen. Das von Porsche werksunterstützte Penske Team ist der amtierende Meister in der Fahrer und Hersteller-Wertung der LMP2-Klasse und gilt auch 2007 wieder als Favorit. "Unser Saisonziel ist die erfolgreiche Titelverteidigung", betont Kristen. Bei den Wintertests sah es diesbezüglich sehr gut aus.
Zwei der drei Tagesbestzeiten beim Sebring-Test gingen an einen Porsche RS Spyder des Penske Teams. Die dritte Bestzeit sicherte sich das Kundenteam Dyson in einem weiteren RS Spyder. "Natürlich geht es bei so einem Test immer auch um Rundenzeiten, schließlich wollen wir wissen, wo wir stehen", sagt Dieter Steinhauser, Leiter Motorsportentwicklung und Projektleiter RS Spyder. In erster Linie ging es aber um Reifentests und die Fahrwerksabstimmung.
"Ich habe mich schon sehr gut an den RS Spyder gewöhnt und kann es kaum erwarten, endlich das erste Rennen zu fahren", sagt Neuzugang Ryan Briscoe, der zusammen mit Titelverteidiger Sascha Maassen und Emmanuel Collard einen der beiden RS Spyder des Penske Teams lenken wird. "Das Auto reagierte sehr gut auf alle Veränderungen, die wir im Testverlauf vorgenommen haben, und unsere Rundenzeiten konnten sich sehen lassen. Das sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saison."
Auch Maassen ist von seinem neuen Arbeitsgerät begeistert. "Das Auto läuft ohne Probleme, ist schnell und lässt sich gut fahren, und darauf kommt es in Sebring vor allem an", sagt er. "Der Abtrieb ist enorm, dadurch können wir sehr schnell in die Kurven fahren. Das neue Auto ist ein echter Hammer." Die Lobeshymnen komplettiert Collard: "Das Auto ist unglaublich", schwärmt er, "das spürt man überall, in den schnellen und in den langsamen Kurven. Wir sind ganz einfach schneller."
Wie schnell wird sich an diesem Wochenende herausstellen, wenn man erstmals unter Wettbewerbsbedingungen auf die Konkurrenz trifft. Neben dem Trio Maassen, Briscoe und Collard treten Timo Bernhard, Romain Dumas und Helio Castroneves im Schwesterauto an. Vielleicht können sie sich als nächste in der Siegerliste des 12-Langstreckenklassikers verewigen - neben Rennfahrerlegenden wie Juan Manuel Fangio, Stirling Moss, Hans Herrmann, Mario Andretti und Jacky Ickx.



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