"Das war leider nix!", musste Christian Menzel nach seinem Doppelstart beim 6-Stundenrennen der VLN auf dem Nürburgring gestehen. "Ich hatte mir den Samstag etwas anders vorgestellt." Denn ursprünglich wollte er mit beiden Autos unter die Top-5 fahren.

"Aber der Teufel steckt im Detail. Es gab Probleme mit der Ölpumpe", sagte er über seinen Auftritt mit dem BMW M3 GTS von Hannes Scheid. "Es handelt sich hier um ein verbessertes Zulieferteil! Da steckt man nicht drin. Da gibt man Teile in Auftrag, die eigentlich noch besser sein sollen - und dann so was! Aber das ist Racing." Oder in diesem Fall leider nicht: "Wir konnten mit den Eifelblitz schließlich nicht starten!"

Für die Truppe von Hannes Scheid ist das natürlich ein herber Rückschlag, "aber ich kenne die Jungs", sagte Christian, "davon lässt sich keiner unterkriegen!"

Sein Start mit dem Wochenspiegel Porsche von Captain Racing verlief zunächst deutlich besser - denn hier durfte Christian auch tatsächlich Gas geben. "Die Mannschaft rund um Manfred Kilian hat ein solides und schnelles Langstreckenauto gebaut." Den Startturn fuhr Jörg Otto, wofür er von Christian ein Lob ausgesprochen bekam. "Er hat den ersten Turn super sauber und schnell abgespult."

Danach stand ein Doppelturn von Christian auf dem Programm. "Das sind 21 Runden oder rund 3 Stunden." Dabei fuhr Christian bis auf Platz 2 im Gesamtklassement nach vorne. "Das war echt geil", freute er sich. "David gegen Goliath!" Aber wie es im Rennsport manchmal so ist: Schlussfahrer Georg Weiss hatte einen Reifenschaden hinten rechts und das Auto wurde zu stark beschädigt, um weiterzufahren. "Das war's dann! Schade, denn uns haben nur 45 Minuten bis zum Fallen der Zielflagge gefehlt."

Dennoch zog Christian ein positives Fazit des Rennwochenendes. "Das Ganze war ein super Konditionstraining; 21 Runden ohne Pause am Limit auf der Nordschleife ist schon eine harte Nummer", war er mit seiner Leistung zufrieden. "Ich konnte zeigen, dass ich nicht zu den Schlechtesten gehöre." Außerdem war am Ring wieder einmal die Hölle los: 40.000 Zuschauer feuerten die Piloten an!