Große Namen, Ex-Weltmeister, gleiche Voraussetzungen, gleiches Material, Fanfreundlichkeit, Kameradschaftsgefühl und viel Spannung - das alles verspricht die Grand Prix Masters Serie. Bei ihren ersten beiden Rennen in Südafrika und Katar hat sie diese Versprechen auch eingehalten. Nur bei ihrem Debüt im Home of British Motor Racing in Silverstone fühlten sich die Fans am Freitag weniger an die guten alten Tage der Königsklasse des Motorsports erinnert, als vielmehr an den modernen F1-Grand Prix vor ein paar Wochen: Der Rundengeiz hat die GP Masters erreicht!

Diesmal ist aber nicht Max Mosley mit seinen Zwei-Wochenend-Motoren dafür verantwortlich. Stattdessen wollten die Techniker zu viel Leistung aus den Aggregaten herausholen, was am Testtag am Donnerstag zu fünf Motorschäden und einer verölten Strecke führte. Vielleicht ist eine Einfrierung der Motoren also doch sinnvoll? Nein, wollen wir Max nicht auf dumme Gedanken bringen - sollte er diese denn noch nötig haben. Im 1. Freien Training am Freitag waren jedenfalls gerade einmal 6 Piloten im Einsatz und auch Session 2 begann nicht gerade mit übermäßigem Fahrbetrieb.

Am Ende waren Emerson Fittipaldi und Eric van de Poele mit guten 15 Runden die fleißigsten Piloten. Dennoch wagten sich insgesamt nur sieben Fahrer auf die Strecke, also einer mehr als am Morgen. Die Bestzeit markierte ebenfalls wieder ein Lokalmatador, diesmal allerdings der Sieger der ersten beiden Rennen: Nigel Mansell. Der Löwe war ein knappes Zehntel schneller als sein Gegner des Debütrennens in Kyalami, Emerson Fittipaldi. Auf Rang 3 reihte sich Stefan Johansson vor Ricardo Patrese und Eddie Cheever ein. Eric van de Poele und Hans Joachim Stuck komplettierten das siebenköpfige Feld.

Ergebnis 2. Training

1 Mansell 1:37.522
2 Fittipaldi 1:37.602
3 Johansson 1:37.836
4 Patrese 1:38.148
5 Cheever 1:38.560
6 Van de Poele 1:38.954
7 Stuck 1:41.142