Früher war bekanntlich alles besser: Fahrer wie Nigel Mansell, Riccardo Patrese oder Emerson Fittipaldi kämpften in ihren tollkühnen Kisten um Siege, Titel und Ehre. Die Fahrer durften noch sagen was sie wollten und die Fans bekamen Motorsport pur geboten. In der modernen Formel 1 gibt es hingegen nur noch Konzern-Einheitsbrei, von Computern beherrschte Software-überladene elektronisch gesteuerte Boliden und langweilie Sessions ohne Fahrbetrieb.

Dieses Wochenende soll sich das ändern: Die alten Zeiten sollen zurückkehren! Den Anfang macht Kyalami in Südafrika. Dort findet an diesem Wochenende das erste Rennen der neuen Grand Prix Masters Serie statt. Die Stars dieser Serie dürften bei den Race-Fans nicht nur Erinnerungen wach rufen, sondern ihnen auch einige Tränen in die Augen treiben: Mansell, Fittipaldi, Patrese, Tambay, Stuck - Sie alle sind wieder da!

Und wie: "Diese Jungs sind verdammt schnell!", gab ein erstaunter Ex-Champion namens Emerson Fittipaldi nach den ersten beiden Trainingssessions am Freitag zu Protokoll. "Es wird schwierig mit ihnen mitzuhalten! Sie sind wirklich verrückt!"

Ob der Tagesschnellste Nigel Mansell auch der Verrückteste war, ist nicht überliefert. Denn auch der Löwe sagte nach seinem Comeback: "Ich kann mich nur über eine Sache beschweren: Die Jungs hinter mir müssen langsamer werden!"

"Obwohl wir seit über einem Jahrzehnt keine Rennen mehr gefahren sind, hat sich nichts geändert", betonte Mansell. "Unser Instinkt, Hunger und Wettkampfdenken sind immer noch intakt." Schließlich möchte jeder der 15 Ex-GP-Stars am Sonntag als Sieger des 1. GP Masters hervorgehen. Deshalb bittet Emerson Fittipaldi seine Kollegen: "Es wird ein sehr schnelles Rennen, also habe ich eine Bitte an alle anderen: Fahrt etwas langsamer!"