Im ersten Rennen des Tages belegte der 31-Jährige hinter dem siegreichen Alfa-Romeo-Piloten Fabrizio Giovanardi (ITA) und dessen Teamkollegen James Thompson (GBR) den dritten Platz.
Auch im zweiten Lauf auf dem "Istanbul Speed Park" belegte ein Fahrer der BMW Länderteams Rang drei: Alessandro Zanardi (ITA) vom BMW Team Italy-Spain sicherte sich drei Wochen nach dem Sieg in Oschersleben zum zweiten Mal einen Podestplatz in der Tourenwagen-WM. In Gabriele Tarquini (ITA) und Augusto Farfus jr. (BRA) belegten erneut zwei Alfa-Piloten die Positionen eins und zwei.
Dennoch konnte BMW seine Führung in allen Meisterschafts-Wertungen verteidigen. Zum ersten Mal in dieser Saison heißt der WM-Spitzenreiter jedoch nicht Dirk Müller (Burbach) vom BMW Team Deutschland, der in Istanbul einen neunten und einen fünften Platz erreichte. Mit 74 Punkten liegt nun Priaulx einen Zähler vor seinem Markenkollegen in Front. Giovanardi folgt mit 70 Punkten auf dem dritten Rang. Mit seinem dritten Platz und Rang sechs im ersten Lauf schaffte auch Zanardi den Sprung in die Top-Ten der Fahrerwertung. Bereits vor einer Woche hatte der 38-Jährige vorzeitig den Titel in der Italienischen Superturismo Meisterschaft gewonnen.
Sowohl BMW Team Deutschland Pilot Jörg Müller (Hückelhoven) als auch Zanardis Teamkollege Antonio Garcia (ESP) hatten Pech und waren in Kollisionen verwickelt. Als Vierter konnte sich Garcia zumindest im ersten Lauf über den Gewinn von fünf WM-Punkten freuen. In der Independents Trophy gingen beide Siege an BMW Piloten. Im ersten Lauf sicherte sich Carl Rosenblad (SWE) zehn Punkte, der Gesamtführende Marc Hennerici (Mayen) gewann Rennen zwei.
Andy Priaulx (BMW Team UK):
Obwohl ich jetzt die WM-Führung inne habe, kann ich nicht
zufrieden sein. Ich war das ganze Wochenende nicht mit der Balance meines Autos
zufrieden. Für das zweite Rennen bat ich mein Team, einige Veränderungen vorzunehmen.
Das hat sich leider nicht ausgezahlt, sondern den gegenteiligen Effekt bewirkt. Ich habe
immer gesagt, dass die Meisterschaft wohl in Macau entschieden wird. Ich mag die Strecke
dort, und auch die in Valencia. Also warten wir ab, wie die letzten Rennen verlaufen. Es wird
auf jeden Fall spannend.
Alessandro Zanardi (BMW Team Italy-Spain):
Ich bin natürlich sehr glücklich und bedanke
mich einmal mehr bei meinem Team. Dies ist ein tolles Ergebnis für uns. Ich hatte heute viel
Glück, Antonio hingegen großes Pech. Er hätte durchaus um den Sieg mitfahren können. Wir
waren in der Lage, unser Tempo zu gehen. Nun gilt es, an der Qualifying-Performance zu
arbeiten. Im Rennen sind wir meist deutlich stärker als in der Qualifikation. Das Team hat am
Samstag binnen 15 Minuten die Antriebswelle gewechselt. Ich hoffe, dass ich ihnen mit dem
guten Ergebnis etwas zurückzahlen konnte.



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