Für die sechs Kandidaten der Deutsche Post Speed Academy heißt es nicht nur auf der Rennstrecke immer auf Ideallinie zu sein; auch neben der Rennstrecke werden sie beobachtet und geschult.

Alle Ampeln auf grün: Sechs junge Talente mit "Benzin im Blut" starten in der Speed Academy durch. Sie haben die Gunst der Jury gewonnen und treten in einem harten Wettbewerb gegeneinander an. Am Ende macht einer das Rennen und gewinnt eine Pole Position für einen Traumstart in den Rennfahrerberuf.

Die Kandidaten aus vielen unterschiedlichen Nachwuchs-Rennserien kämpfen im Fernmatch nicht nur um Zehntelsekunden: Außer mit ihrer Power auf der Rennstrecke können die Kandidaten mit Personality neben der Rennstrecke punkten. Die Jury schaut genau hin: Wie fit sind sie körperlich? Wie schlagen sich die Kandidaten vor Reportern, sind sie siegeshungrig und trotzdem fair?

All dies will die Fachjury der Speed Academy wissen. Denn: Wer künftig im Motorsport die Nase vorn haben möchte, muss mit sportlichen Rennerfolgen und bei öffentlichen Auftritten punkten.

Die Kandidaten

Nicolas Hülkenberg Er ist der Überflieger dieser Speed Academy Saison: Nicolas Hülkenberg gewann die ersten drei Bewertungsrunden und ist die Entdeckung der aktuellen Formel BMW ADAC Saison. Vor seinem Sprung in die Formel BMW war er bei unzähligen Kartevents am Start, wo er 2001 italienischer Juniorenmeister und Vizeeuropameister wurde.

Adrian Sutil Auch wenn sein Name vielleicht etwas eidgenössisch angehaucht klingt: Adrian Sutil stammt aus dem bayrischen Starnberg und ist in diesem Jahr einer der wenigen Konkurrenten seines ASM-Teamkollegen Lewis Hamilton in der F3 Euro Series gewesen. Zuvor sicherte er sich 2002 den Gewinn der Formel Ford 1800 Meisterschaft sowie den dritten Platz in der ICA Kart-Meisterschaft.

Marc Hennerici Nur knapp schnappte der Tourenwagen-Spezialist aus Bonn im letzten Jahr an den Preisgeldrängen der Speed Academy vorbei. Jetzt gibt er in der FIA Tourenwagen-WM WTCC dafür richtig Gas und ist momentan bester Privatfahrer. Im letzten Jahr war der Meister des Alfa 147 Cups von 2003 in der Deutschen Produktionswagenmeisterschaft unterwegs und konnte gleich zwei Highlights erleben: Das legendäre 24h Rennen auf dem Nürburgring und das Tourenwagen-Weltfinale in Macau. Dort wurde der VWL-Student sogar Dritter!

Pascal Kochem In der vergangenen Saison war Pascal der Abräumer der Speed Academy: Mit vier ersten Plätzen aus den fünf Wertungsrunden sicherte sich der Hesse den Gesamtsieg in der ersten Saison der Speed Academy und 130.000.- Euro Preisgeld. In diesem Jahr dient ihm diese Summe seine Karriere im Formel 3 Recaro Cup weiter voranzutreiben. Seine Karriere startete Kochem im Kartsport. Danach ging es in die Formel König und für zwei Jahre in die Formel Renault. Dabei errang er in der Deutschen Meisterschaft die meisten Siege und gewann auch den EM-Lauf in Imola. Sein Karriereziel ist die DTM - "und wenn möglich die Formel 1".

Christian Vietoris Der 16-jährige Lissendorfer ist das Küken der Speed Academy 2005. Logischerweise beschränkt sich seine sportliche Karriere deshalb bislang nur auf den Kartsport. Dort konnte er allerdings zwischen 2001 und 2003 jeweils Deutscher Meister in seiner Altersklasse werden. In diesem Jahr schaffte er den Sprung in die Formel BMW ADAC, in welcher er sich bislang aber schwer tat.

Peter Elkmann Der Neuling in der Speed Academy: Peter Elkmann rückte nach zwei Wertungsrunden in der Saison 2005 als Ersatz für Maximilian Götz nach. Hierbei wurde von den Jury-Mitgliedern einstimmig als bester Rookie ausgewählt. Der Kfz-Mechaniker aus dem westfälischen Steinfurt kann auf eine erfolgreiche Kartkarriere mit mehreren Meister- und Vizemeistertiteln zurückblicken. Den Weg in den Formelsport fand der 23-Jährige zwar erst spät, sorgte dafür aber gleich für einen Paukenschlag: Er wagte er erster Fahrer seit Jarno Trulli den direkten Sprung vom Kartsport in die Formel 3. Nach ersten Gehversuchen in der Saison 2004 hat er 2005 sein Betätigungsfeld als Top-Pilot im Formel 3 Recaro Cup gefunden.

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