Die Deutsche Post Speed Academy startet durch. So titelten wir in dieser Woche. Die Frage was genau die Speed Academy der Deutschen Post ist, haben wir in diesem Zusammenhang bereits geklärt.
Sie ist einerseits ein zartes Pflänzchen, welches sich langsam aber sicher aus dem Schatten der großen F1-Stars herausschiebt, und andererseits die große Chance auch in Zukunft deutsche Spitzenfahrer in den internationalen Rennserien zu erleben. Heute gehen wir jedoch einer anderen Frage nach: Wie funktioniert die Speed Academy?
So funktioniert die Speed Academy
Von Beruf Rennfahrer - Schritt für Schritt kann dieser Traum wahr werden für einen der sechs Kandidaten der Speed Academy. Die Kandidaten müssen mit sportlichen Rennerfolgen sowie mit ihrem persönlichen Potential die hochkarätig besetzte Rennsport-Jury sowie ihre Fans überzeugen.
Mit der Speed Academy der Deutschen Post hat der deutsche Motorsport nach dem erfolgreichen Start 2004 auch in diesem Jahr nicht nur eine neue Nachwuchssichtung, sondern zudem eine spannende Performance. Eine Expertenjury wählt sechs deutsche Motorsportler aus allen Nachwuchsserien des Formel- und des Tourenwagensports aus. Sie fahren in ihren Klassen nunmehr nicht nur gegen die Gegner auf ihrer Strecke, sie treten überdies als Kandidaten der Akademie in Fernmatches gegeneinander an. Die sechsköpfige Jury beobachtet und bewertet das in vier Wertungsrunden der Saison 2005.
Dabei achtet die Jury unter anderem auf Rennintelligenz und Kampfgeist auf der Strecke, auf technisches Verständnis und auf die Trainings- und Rennergebnisse. Kriterien außerhalb der Arenen sind zum Beispiel Auftreten und Umgangsformen, Sicherheit und Seriosität in Interviews, Fremdsprachenkenntnisse, persönliches Umfeld und nicht zuletzt Prüfungen der Akademie.
Nach jeder Wertungsrunde stellt die Akademie den Kandidaten ein so genanntes Zeugnis aus. Jedes Jurymitglied vergibt dafür in allen angesetzten Kategorien Punkte: Einen Punkt für die schlechteste Leistung bis rauf zu sechs Punkten für die beste Leistung. Die Punkte werden addiert und ergeben somit die Platzierungen der Kandidaten. Bei Gleichstand zwischen Kandidaten kommt es zur Stichwahl der Jury. Die drei Bestplatzierten jeder Wertungsrunde erhalten ein Preisgeld für ihr Karriere-Budget 2005: Der Erstplatzierte 30 000,- Euro, der Zweitplatzierte 20.000,- Euro, der Drittplatzierte 10.000,- Euro. Wer also in jeder der vier Wertungsrunden seine Aufgaben gut gelöst hat, kann am Ende 150.000,- Euro für sein Förderbudget 2005 gewinnen.
That's Life: Slow Looser, Quick Rookies
Zum Akademiehalbjahr werden erfolgversprechende Fahrer versetzt. Ein "Slow Looser" dagegen nicht. Er muss die Akademie verlassen. Für ihn kommt ein "Quick Rookie" an die Akademie. In diesem Jahr verließ Maximilian Götz die Speed Academy und wurde durch Peter Elkmann ersetzt. Auch falls Kandidaten krank werden und nicht weiter am Wettbewerb teilnehmen können, rücken "Quick Rookies" nach. Um qualifizierten Rennfahrnachwuchs an die Akademie berufen zu können, beobachtet die Jury ständig alle Serien des Tourenwagens- und Formelsports.
Ausgeschiedene oder ausgefallene Kandidaten behalten ihr bisher gesammeltes Preisgeld: Sofern sie spätestens im Jahr 2006 wieder im Motorsport aktiv sind, soll es ein Startkapital für die Saison 2006 sein. Geben Kandidaten ganz den Motorsport auf, verfällt das Preisgeld.
Im November wird zusammengerechnet: Haben mehrere Kandidaten in der Saison 2005 gleich viel Preisgeld eingefahren, entscheidet die Häufigkeit, in der sie in den Wertungsrunden auf Platz 1 gekommen sind. Sollten Kandidaten auch hier gleichauf liegen, bestimmt die Jury in einer Stichwahl den "Sieger der Speed Academy 2005", der das Rennen um Sponsoring und Support gemacht hat.



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