Als klarer Spitzenreiter reiste der amtierende Champ Car Meister Sebastien Bourdais an diesem Wochenende zum zehnten Saisonlauf nach Montreal. Im 1. Qualifying wurde der Franzose dieser Spitzenreiterrolle als einziger Fahrer unter der 1:22er Marke gerecht.

In 1:21.924 Minuten war er in seinem Champ Car allerdings fast sieben Sekunden langsamer als Jenson Button auf seiner Pole-Runde beim Kanada GP Anfang Juni auf der gleichen Strecke.

"Es ist ein sehr gutes Gefühl einen Startplatz in der ersten Reihe ergattert zu haben", zeigte sich Bourdais zufrieden. "Hier ist eine gute Startposition sehr wichtig und jetzt möchten wir so viele Punkte wie möglich holen. Wenn wir gewinnen können, dann ist das großartig. Wenn nicht, dann denken wir nur an die Meisterschaft."

Bis auf 0,086 Sekunden an Bourdais dran war sein Teamkollege Oriol Servia, der sich damit Rang zwei der Zeitentabelle sichern konnte. Erst auf dem dritten Platz reihte sich der einzige noch verbliebene Titelrivale des Franzosen ein. Und auch Paul Tracy teilt sich seine provisorische Startreihe mit seinem Teampartner Mario Dominguez.

"Die Session verlief gut", erklärte Tracy nach dem Qualifying. "Das Auto war gut. Vielleicht fehlte ihm etwas Grip. Aber durch den Unfall von Andrew Ranger bekamen wir keine Chance noch einmal raus zu gehen und unseren zweiten Reifensatz zu verwenden. Dennoch könnte dies das beste Auto sein, mit dem ich je in Montreal gefahren bin."

Überraschend gut schnitt im ersten Qualifikationstraining der Brasilianer Cristiano da Matta ab. Der Ex-Toyota-Fahrer erzielte die fünfbeste Zeit und ließ damit Jimmy Vasser, Justin Wilson, Nelson Phillipe und Timo Glock hinter sich.

Der Deutsche erzielte eine Zeit von 1:23.434 Minuten und konnte damit noch nicht an seinen starken Auftritt aus Denver vor zwei Wochen anknüpfen. An der Ile de Notre Dame sollte es nicht liegen. Schließlich holte Glock hier vor gut einem Jahr bei seinem GP-Debüt seine ersten beiden WM-Zähler. An diesem Wochenende hatte er sich deshalb eigentlich seinen ersten Champ Car Podestplatz zum Ziel gesetzt.

"Das Auto war heute Nachmittag ziemlich gut. Sogar sehr viel besser als heute Morgen", freute sich Timo über die Fortschritte. "P9 ist kein schlechter Start. Morgen können wir das Auto sicherlich noch verbessern und etwas nach vorne rutschen."

Ergebnis 1. Qualifying

1. Sebastien Bourdais Newman Haas 1:21.924
2. Oriol Servia Newman Haas 1:22.010 + 0.086
3. Paul Tracy Forsythe Championship 1:22.400 + 0.476
4. Mario Dominguez Forsythe Championship 1:22.407 + 0.483
5. Cristiano da Matta PKV 1:22.492 + 0.568
6. Jimmy Vasser PKV 1:22.559 + 0.635
7. Justin Wilson RuSPORT 1:22.851 + 0.927
8. Nelson Philippe Mi-Jack Conquest 1:23.268 + 1.344
9. Timo Glock Rocketsports 1:23.434 + 1.510
10. Alex Tagliani Team Australia 1:23.681 + 1.757
11. Bjorn Wirdheim HVM, Inc. 1:23.720 + 1.796
12. Ronnie Bremer Dale Coyne 1:24.515 + 2.591
13. Marcus Marshall Team Australia 1:24.723 + 2.799
14. Rodolfo Lavin HVM, Inc. 1:25.049 + 3.125
15. Andrew Ranger Mi-Jack Conquest 1:25.680 + 3.756
16. A.J. Allmendinger RuSPORT 1:26.100 + 4.176
17. Ricardo Sperafico Dale Coyne keine Zeit
18. Ryan Hunter-Reay Rocketsports keine Zeit