Fabio, Platz acht im ersten Rennen, bist du mit dem Auftakt zufrieden?
Fabio Leimer: Eigentlich hatte ich vor dem Rennwochenende mehr erwartet, denn bei den Tests lief es immer sehr gut. Nach dem Qualifying war es jedoch nur noch das Ziel, das Rennen irgendwie in den Punkterängen zu beenden, um ein guten Startplatz für Sonntag zu haben. Ich hatte einen guten Start, verlor dann durch die Kollision in der ersten Kurve aber wieder einige Positionen. Durch einen frühen Stopp, zu dem wir uns kurzfristig entschieden hatten, kam ich aber wieder auf den achten Platz nach vorne.

Im zweiten Rennen startest du damit von der Pole-Position...
Fabio Leimer: Das ist natürlich klasse, schließlich ist es erst das zweite Rennen der Saison. Morgen ist ein guter Start wichtig, ich muss direkt einige Meter auf die anderen Fahrer herausfahren. Ich muss mich in der ersten Runde absetzen und dann das Rennen gewinnen.

Du hast also ein klares Ziel?
Fabio Leimer: Auf jeden Fall, der Sieg ist unser Ziel. Im zweiten Rennen gibt es immer weniger Überholmanöver, daher sind ein guter Start und die erste Runde wichtig. Selbst wenn man ein bis zwei Zehntel zu langsam ist, kann man seine Position behaupten, denn im Windschatten verliert der Hintermann den Anpressdruck und viel Zeit.

Hast du keine Angst vor Pastor Maldonado, der nicht weit entfernt startet?
Fabio Leimer: Ich habe bisher keine Probleme mit Maldonado gehabt, aber ich habe letztes Jahr einige Rennen gesehen, in denen er sehr positiv in Überholmanöver ging. Hoffe er macht es morgen besser und räumt uns nicht beide ab, falls es soweit kommen sollte.

Wie wohl fühlst du dich als Schweizer in einem portugiesischen Team?
Fabio Leimer: Das Team ist portugiesisch, aber viele Mechaniker und Ingenieure kommen aus Frankreich oder England. Ich komme sehr gut mit ihnen zurecht, es sind gute Leute und wir gehen abends auch gerne mal etwas zusammen essen. Teamchef Tiago Monteiro ist auch oft dabei und kann uns Fahrern wertvolle Tipps geben. Ich bin froh, bei Ocean zu sein.