Freud und Leid liegen im Motorsport eng beisammen. Andy Soucek lag im heutigen Sprintrennen der GP2 Serie fast die halbe Renndistanz in Front, konnte sich im Ziel aber nur über den zweiten Platz freuen. Ein Fahrfehler in Runde 13 und eine immer schlechter werdende Balance des Boliden verhinderten ein besseres Resultat und den ersten Sieg des Spaniers.

Dabei lief es in den ersten Runden noch ganz gut und nach einem geglückten Start fuhr Soucek schnell einen kleinen Vorsprung auf den späteren Sieger Buemi heraus. "Vielleicht habe ich zu Beginn zu stark gepusht und meine Reifen zerstört, ich bekam gegen Ende nämlich immer mehr Probleme", erläuterte der SuperNova-Pilot gegenüber motorsport-magazin.com. Besser sei ein Setup, mit dem man am Ende noch schnell fahren könne und vielleicht am Anfang etwas Zeit liegen lässt, so der Spanier weiter. "Schließlich ist man in den ersten Runden eh im direkten Zweikampf, da macht das Auto keinen großen Unterschied."

Die rennentscheidende Szene verlief blitzschnell. "In der langsamen Rechts im letzten Sektor bin ich ins Gras gekommen, Buemi zog vorbei", sagte Soucek, für den die Probleme in der Folge kaum geringer wurden. "Die Reifen waren schmutzig und in den zwei Runden nach dem Ausflug habe ich viel Zeit verloren. Immerhin konnte ich meine Position gegen Maldonado verteidigen." Doch selbst als der Venezolaner ausfiel, wurde es für Soucek nicht leichter - plötzlich war Bruno Senna direkt hinter ihm. Im Ziel trennte die beiden weniger als eine Zehntelsekunde...