Von den Startplätzen 13 und 14 fuhren Javier Villa und Giorgio Pantano einträchtig in die Punkte. Die beiden Racing Engineering-Piloten lagen nicht nur zu Beginn eng beisammen, sondern auch das ganze Rennen bis zur Zieldurchfahrt. Auch aus Sicht des Teams war man zufrieden: immerhin staubte Pantano mit Platz fünf noch zwei wertvolle Zähler ab und ließ den Vorsprung auf Bruno Senna nur wenig zusammenschrumpfen.
Villa, der die Linie als Sechster überquerte, war nach dem Rennen jedoch stinksauer. Nicht auf seinen Teamkollegen, sondern auf die Chefetage: "Ich war viel schneller und hätte heute Vierter werden können, aber ich durfte Giorgio nicht überholen", beschwerte sich der Spanier im Gespräch mit motorsport-magazin.com. "Ich verstehe es einfach nicht. Ich zahle für mein Cockpit und er bekommt Geld - aber ich darf ihn nicht überholen. Ich hätte mir sogar noch Yamamoto schnappen können."
Immerhin richtete sich der Zorn des jungen Villa nur gegen das Team, nicht aber gegen seinen erfahrenen Kollegen. "Ich habe absolut kein Problem mit Giorgio, denn er ist ein toller Mensch", stellte Villa klar, der in diesem Jahr schon viel vom Routinier Pantano lernen konnte.
Pantano selbst, der einen kleinen Fahrfehler von Villa nutzte und vorbeizog, freute sich nach dem Rennen und war sich den Umständen gar nicht richtig bewusst. "Wir haben heute einen tollen Job gemacht. Von Platz 14 auf fünf, damit konnte man nicht rechnen - besonders hier in Ungarn, wo man so schlecht überholen kann", so der Tabellenführer. "Ich muss mich bei Villa bedanken, er hat fair Platz gemacht und mir danach die Punkte gelassen, obwohl er schneller war..."

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