Doch nun der Reihe nach. Gleich in der ersten Schikane verbremste sich der iSport Pilot und drehte Adrian Zaugg um. Ein wenig später war Roldan Rodriguez wohl ein wenig zu optimistisch und krachte Zuber in die Seite. Nur mit Müh und Not konnte sich der Österreicher zurück auf die Strecke kämpfen. Im Gespräch mit motorsport-magazin.com zeigte sich Zuber sehr erbost über seinen Fahrerkollegen.
"Ein paar Mal kommt es mir so vor, dass ein paar Leute in der GP2 überfordert sind", sagte der iSport Pilot. "So wie der Rodriguez zum Beispiel, das ist ein Volltrottel. In Istanbul war es schon knapp und heute hat er mich abgeschossen. Der Rodriguez macht so viele Fehler das kann schon einmal ins Auge gehen."
Doch es sollte für Zuber noch dicker kommen. 14 Runden vor Rennende kam sein halber Landsmann Andy Soucek in den Kies und drehte sich am Ausgang der Parabolica derartig ungünstig auf die Strecke zurück, dass er von Zuber mit voller Wucht getroffen wurde. Der iSport Bolide wurde bei diesem Crash zerstört, noch ist unklar wie Zuber morgen ins Sprintrennen starten wird.
"Der Andy wollte anscheinend zurück auf die Strecke, doch dann hat es ihn gedreht", fuhr der Österreicher fort. "Das ist so was von gefährlich. Wenn ich den frontal erwischt hätte, würde es hier nur mehr einen Andi geben und das wäre ich. Wir haben jetzt leider einen Totalschaden. Ich habe keine Ahnung wie wir das morgen machen werden, vielleicht muss ich wieder in rot starten." Bereits beim letzten Rennen in Istanbul musste Zuber beim Sprintrennen mit einem BCN-Chassis an den Start gehen.
Auch Paul Jackson der Teamchef des iSport Teams zeigte seinen Unmut und fordert härtere Konsequenzen. "Rodriguez ist ja nur einer von vielen", meinte Jackson. "Man muss in Zukunft härter durchgreifen, denn nicht einmal Strafen können diese Leute im Moment stoppen. Solche Leute brauchen einfach eine Sperre. Ich gehe jetzt zur Rennleitung."

diese GP2 Nachricht