Das ist dein drittes Jahr in der GP2. Was gefällt dir an der Serie am meisten?
Giorgio Pantano: Die GP2 ist wie eine große Familie und in diesem Sinne ist das Paddock ganz anders als in der Formel 1. Das GP2-Auto ist sehr beeindruckend, vor allem im Vergleich mit der Formel 3000. Der Fahrstil in der GP2 ist am nächsten an dem eines Formel 1-Autos dran. Die GP2 ist großartig, um Fahrer auf die Formel 1 vorzubereiten.
Monza ist deine Heimstrecke und du warst dort voriges Jahr sehr erfolgreich. Freust du dich darauf, in dieser Saison wieder dorthin zu kommen?
Giorgio Pantano: Ja natürlich. Es ist wunderbar, denn ich bin in meiner Heimatstadt und es ist großartig, da es normalerweise voll mit Leuten ist, die rote Ferrari-Flaggen haben und die italienischen Fahrer unterstützen. Ich habe 2006 beide GP2-Rennen in Monza gewonnen und hoffe, am kommenden Wochenende dasselbe Ergebnis zu holen. Ich würde sagen, auch wenn es das siebte Jahr ist, in dem ich in Monza fahre, war das vorige Jahr in der GP2 das denkwürdigste Rennwochenende auf meiner Heimstrecke.
Wie würdest du die Strecke beschreiben? Welche Herausforderungen stellen sich und wie anspruchsvoll ist es für die Reifen?
Giorgio Pantano: Monza ist ein sehr schneller Kurs. Es ist der einzige Kurs im aktuellen Kalender, auf dem Formel 1-Autos 360-370 km/h erreichen können und die GP2-Autos schaffen bis zu 330 km/h, was aufregend ist. Die Lücke zwischen den beiden ist nicht so groß. Die Strecke verlangt nach harten Bremsmanövern und ist anspruchsvoll für die Reifen. Die Teams stimmen die Autos mit wenig Abtrieb ab, da es so ein schneller Kurs ist. Für den Fahrer bedeutet das, dass man die Reifen wirklich gut nutzen muss, damit man den nötigen Grip findet. Es ist auch eine technische Strecke und es ist wichtig, die Kerbs zu nutzen, damit man in Monza schnell ist.

Was wären deine Kommentare zur Reifenleistung im Vorjahr?
Giorgio Pantano: In Monza fühlt man den Grip der Reifen recht schnell und in der GP2 haben wir sehr gute Reifen. Die Slicks sind konstant und wir hatten noch nie Probleme damit.
Ist Monza für Überholen bekannt und welche Streckenteile eignen sich gut dafür?
Giorgio Pantano: Es gibt wohl mindestens drei Punkte, wo man überholen kann: beim ersten Anbremsen, beim zweiten Anbremsen und vor der Ascari. Deswegen sind die besten Überholmöglichkeiten die erste Schikane, die Variante della Roggia und die Ascari.

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