In Runde sieben kam es zu einer Kettenreaktion, der gleich mehrere Fahrer zum Opfer fielen. Sebastién Buemi versuchte Jason Tahinci zu überholen, dabei kam es zu einer Kollision. "Von außen sah es so aus, als wäre ich noch zu weit weg gewesen", erklärte Buemi, der für die Aktion eine Durchfahrtsstrafe kassierte. "Doch aus meiner Sicht war ich schon fast daneben und er hat mir einfach nicht genügend Platz gelassen." Tahinci drehte sich bei seinem Heimspiel und fuhr daraufhin zu übermutig wieder los. Dabei übersah er den von hinten nahenden Adrian Zaugg und es kam zu einer zweiten Kollision.
Aber auch ohne diesen Unfall wäre für den Südafrikaner nicht mehr viel gegangen. "Ich hatte Probleme mit meinem Getriebe. Erst hat das Raufschalten immer länger gedauert, dann ging auch das Runterschalten nicht mehr richtig. Ich musste die Schaltwippen mehrfach betätigen", so Zaugg im Gespräch mit motorsport-magazin.com. Wenige Runden vor dem Ziel machte das Getriebe dann endgültig schlapp und Zaugg musste das Auto am Streckenrand abstellen. Immerhin bereitete der lädierte Nacken vom gestrigen Rennen keine Probleme mehr: "Ich habe mich heute Morgen nochmal behandeln lassen. Der Nacken war zwar noch etwas steif, aber beim Fahren hat das nichts ausgemacht." Für das kommende Wochenende in Monza erhofft sich der Arden-Pilot eine deutliche Steigerung. "Ich mag die Strecke sehr, mir gefällt die Charakteristik. Aber jetzt ist es am Wichtigsten, dass wir einmal ein Wochenende ohne Schwierigkeiten fahren können."
Für den Schweizer Buemi gab es nach dem Zwischenfall ebenfalls nicht mehr viel zu holen. "Bis dahin war mein Auto gut und ich konnte attackieren, aber dann stand mein Lenkrad schief", sagte der 18-jährige. "Nach dem Unfall und der Strafe habe ich versucht die schnellste Runde zu fahren." Geklappt hat es nicht. Am Ende wurde es die fünftbeste Zeit.

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