Fast alles neu in Budapest: neue Fahrer, Fahrer, die noch nie hier gefahren sind. Entsprechend viele Abflüge und Ausrutscher gab es auf der schmutzigen Strecke vor den Toren der ungarischen Hauptstadt. Senna, di Grassi, Garcia, Zaugg, Soucek - alle drehten sich, rodelten durch die Wiese oder blieben wie Carroll sogar ganz auf der Strecke stehen. Der Brite löste damit kurz vor dem Ende eine rote Flagge aus. Das Ergebnis blieb unverändert: Bestzeit für Pantano, der ebenfalls einmal neben der Strecke war, vor Nakajima, Maldonado, Filippi, Glock und Zuber. "Die Strecke hatte extrem wenig Grip", fasste Timo Glock zusammen. "Aber es sieht nicht schlecht aus."

Der Schweizer Sébastien Buemi belegte Platz 18, glaubt aber, dass die Strecke ihm liegen sollte. "Es ist so ähnlich wie Monaco, und da lief es ja gut", sagte er uns. "Im Moment ist es schon bisschen Stress von der F3 zur GP2 und dazwischen F1-Tests, aber es geht schon."

Auch Bruno Senna, der letztlich Platz 21 belegte, muss sich erst an die Strecke gewöhnen. "Der geplante Ferrari-Test hat doch nicht geklappt", verriet er uns "Es wurde noch etwas an der letzten Kurve verändert, deshalb durfte niemand fahren." Somit hat er die Strecke gestern zum ersten Mal gesehen. "Sie ist nicht unbedingt ganz nach meinem Geschmack mit den vielen langsamen Ecken, aber sicher sehr anstrengend. In Magny Cours bin ich vorher auch nie gewesen und da lief es trotzdem gut." Das Auto fühle sich jedenfalls gut an.

Adrian Zaugg war von der Strecke nicht besonders angetan. "Es ist wie eine Go-Kart-Piste, ziemlich langweilig. Ich hatte das Auto zunächst viel zu hart eingestellt, nach Änderungen wurde es besser, aber wir hatten zu wenig Zeit, um etwas zu probieren."