Nicht nur in der Gesamtwertung macht Lucas di Grassi dem Tabellenführer Timo Glock das Leben schwer. Auch in der Qualifikation auf dem Nürburgring forderte der Brasilianer den iSport-Piloten heraus. Zwischen den beiden Piloten entwickelte sich ein Kampf um den besten Startplatz, den letztlich Glock für sich entschied. "Das war ein toller Kampf mit Timo, vor allem am Anfang" erklärte der ART-Fahrer im Gespräch mit motorsport-magazin.com. "Er hat eine gute Runde gefahren und ist auf seiner Heimstrecke sehr schnell unterwegs." Di Grassi verlor auf dem zweiten Satz Reifen eine Runde im Verkehr, Glock dagegen legte genau zu diesem Zeitpunkt nach. "Auch ohne dieses Problem hätte ich Timo nicht schlagen können. Morgen werden wir versuchen das Rennen zu gewinnen und möglichst viele Punkte zu holen. Vielleicht holen wir sogar die Tabellenführung."

Für die Führung in der Meisterschaft müsste Di Grassi mindestens fünf Punkte mehr holen als Glock, der nach der Pole vier Zähler Vorsprung hat. "Mir wäre es lieber, wenn es nicht regnet, auch wenn ich heute Morgen im Nassen nicht schlecht unterwegs war. Im Trockenen ist das Ganze einfach viel berechenbarer. Trotzdem, wenn es regnen sollte, regnet es für jeden. Dann haben alle die selben Chancen."

Auf dem dritten Startplatz landete Giorgio Pantano. Der Italiener hätte sich beinahe noch den zweiten Rang von Di Grassi geschnappt, am Ende fehlte eine Zehntelsekunde. "Leider hatten wir im Training ein Problem mit dem Motor und haben so wichtig Trainingszeit verloren, aber unser Auto sieht trotzdem gut aus", berichtete Pantano nach dem Qualifying. "Der Start wird besonders wichtig. Ich will hinter Timo bleiben oder ihn sogar überholen." Ob Pantano diese Strategie auch in die Tat umsetzen kann, wird sich am Sonntag zeigen. Den Kurs in der Eifel mag er auf jeden Fall: "Es ist eine der besten Strecken im Kalender. Die ist technisch Anspruchsvoll und hat schnelle sowie langsame Kurven. Ich mag sie."