Während sich viele andere mit schnellen Zeiten an die Spitze des Feldes setzen wollten, ließ man es bei iSport International ruhiger angehen. Timo Glock und Andreas Zuber konzentrierten sich auf ihr Programm, welches auf das Rennen zielt. Umso erstaunlicher war der zweite Platz des Deutschen, nur etwas mehr als eine Zehntelsekunde langsamer als Pastor Maldonado, der im ersten freien Training die beste Rundenzeit fuhr. Andreas Zuber hielt sich noch etwas zurück, kam aber trotzdem unter die besten Zehn.

"Unser Ziel war es heute nicht, auf den ersten Platz zu fahren", bestätigt Glock gegenüber motorsport-magazin.com. "Wir haben das erreicht, was wir uns vorgenommen haben. Die Rundenzeiten sind völlig okay für das, was wir im Auto haben." Ein wichtiges Thema auf dem engen Stadtkurs ist der Verkehr. Bei Glock klappte dies im freien Training schon ganz gut. "Am Anfand war es noch ein wenig schwer die richtige Position auf der Strecke zu finden, aber dann ging es besser und ich konnte mir alles gut einteilen."

Andreas Zuber klagte schon etwas mehr über die langsameren Fahrzeuge auf dem 3,340 Kilometer langen Kurs. "Es ist nicht schlecht gelaufen, bis auf den Verkehr. Aber das ist in Monaco ja völlig normal", so der Österreicher. "Erst am Ende habe ich drei freie Runden gehabt. Jedoch ist heute nur das Training, morgen die Qualifikation. Das Auto passt." Zuber lieferte außerdem eine Erklärung für die guten Zeiten von Maldonado und Soucek ab. "Zunächst braucht man natürlich eine freie Runde, um schnell zu sein. Außerdem kommt es auf das Risiko an, welches man eingeht. Das ist wie ein Casino."

Das Monte Carlo sein ganz eigenen Flair ausstrahlt, ist unbestritten. Auch der 23-jährige Zuber ist schon wieder vom Monaco-Feeling infiziert. "Das Feeling war ab der ersten Runde da. Es ist immer weder geil, wie man durch die Stadt fährt und auch immer wieder schön hier in Monaco am Start zu sein."

Beim Thema Start fiel den iSports-Piloten nur eine Sache ein. "Wir wollen in die erste Startreihe", so beide im Einklang. Timo Glock hat seine Ziele sogar noch ein wenig höher gesteckt, wie er uns verraten hat: "Noch besser wäre die Pole Position, dann bekomme ich noch zwei Extra-Punkte für die Meisterschaft."