Die Suche des Nachfolgers von Nico Rosberg und Lewis Hamilton geht in die nächste Runde. Auf dem Stadtkurs von Monte Carlo findet das dritte Rennwochenende der GP2 Serie statt. Nach den ersten vier Rennen könnte die Ausgangslage nicht spannender sein. Bisher gab es vier verschiedene Sieger aus vier verschiedenen Teams und insgesamt 15 Fahrer die Punkte erringen konnte. Monaco ist ohne Zweifel das Highlight der Saison und, auch das ist klar, die ultimative Herausforderung. Die Strecke verzeiht keine Fehler, wer denoch patzt landet unvermeidlich in der Streckenbegrenzung.
Heimlich, still und gar nicht leise hat sich Timo Glock ein Polster in der Gesamtwertung erarbeiten können. Nach drei zweiten Plätzen und dem Sieg im Sprintrennen von Barcelona führt der Deutsche die Tabelle an. 31 Zähler konnte Glock bisher für sich gutschreiben lassen. Auf dem zweiten Platz folgt Bruno Senna - auch er konnte schon ein Rennen gewinnen. Die Differenz zwischen dem Führenden und Senna beträgt 13 Punkte. Damit ist schon vor dem Start des Rennwochenendes am Donnerstag klar: Timo Glock wird auf jeden Fall als Spitzenreiter aus dem Fürstentum abreisen. In Monaco wird nur ein Rennen gefahren. Zusammen mit der schnellsten Runde und einer möglichen Pole Position kommt man daher bei einem Sieg nur auf 13 Zähler.
Zuber will aufholen, Ammermüller muss passen
Auf eine Wiedergutmachung hofft Andreas Zuber. Der Österreicher kämpfte beim vorherigen Rennen in Spanien mit technischen Problemen. Trotz Schwierigkeiten mit dem Getriebe holte sich Zuber im Qualifying den zweiten Platz und stand damit direkt hinter seinem Teamkollegen Glock. Doch dann ging sein Auto kaputt - noch vor dem Start in die Einführungsrunde. Zuber blieb das ganze Woche punktelos.
Michael Ammermüller wird nach seinem Verzicht in Katalonien auch in Monaco nicht in das ART-Cockpit zurückkehren. Eigentlich wollte es Ammermüller einmal probieren, sehen wie stark die Schmerzen nach seinem Kahnbeinbruch sind. Doch es geht nicht Die Gefahr die Verletzung bei einem weiteren Schlag auf die Hand noch zu verschlimmern, ist einfach zu groß. "Am Lausitzring im F1-Demoauto ein paar einhändige Runden zu fahren, das ging", so Ammermüller, "aber das hier ist etwas anderes." Für ihn kommt der Schweizer Sebastien Buemi zu seiner GP2-Premiere.
Nur ein Rennen und zwei Trainings, da kann doch etwas nicht stimmen. Doch, doch, es ist alles in Ordnung. In Monte Carlo weht eben ein anderer Wind als bei den sonstigen Rennwochenenden. Statt einem Training über 30 Minuten wird die Testzeit verdoppelt. Schon am Donnerstag kommen die Junioren zwischen den beiden Formel 1-Trainings das erste Mal zum Einsatz. Am Freitagvormittag bekommen die GP2-Fahrer erneut die Chance sich auf die Strecke einzustellen, bevor es direkt danach in die Qualifikation geht. Hier ist die Zielsetzung schon klar: So weit wie möglich vorne stehen. In Monaco ist die Pole Position schon die halbe Miete. Am Samstag wird wie gewohnt das Hauptrennen inklusive Boxenstopp gefahren, auf das Sonntagsrennen wird verzichtet.

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