Das letzte GP2-Rennen dieser Saison fand ohne Timo Glock statt. Der Deutsche hatte sich am Samstag die Hand am Lenkrad angeschlagen und musste mit einem Bänderriss im rechten Handgelenk passen. Der Spannung im Rennen tat dies keinen Abbruch: Auch im letzten Saisonrennen lieferten sich die Piloten packende Duelle, wenn auch Monza-typisch ohne viele Überholmanöver.
Die Meisterschaft wurde bereits am Samstagabend entschieden. Stunden nach dem Hauptrennen entschieden die Rennstewards, dass Giorgio Pantano seine schnellste Rennrunde unter gelber Flagge gefahren war und sprachen die Fastest Lap Lewis Hamilton zu. Dank dieses zusätzliches Punktgewinns hatte der Brite den Titelgewinn sicher: Selbst bei einem Sieg seines Titelrivalen Nelson Piquet jr. hätte die größere Anzahl an zweiten Plätzen für Hamilton gesprochen.
Dazu sollte es am Sonntag aber nicht kommen: Der Sieger des Sprintrennens hieß erneut Giorgio Pantano, womit der Italiener seinen Heimtriumph komplett machte. Im Windschatten des Ex-Jordan-Piloten klebte der zukünftige F1-Star Lewis Hamilton, der Pantano in den letzten Runden das Leben äußerst schwer machte. Neben vielen Lobeshymnen bekam der neue Meister am Samstag das schönste Geschenk: McLaren-Teamboss Ron Dennis kündigte an, dass Hamilton noch vor dem nächsten Grand Prix in China einen F1-Test bestreiten wird.
Den erwünschten Sieg schaffte der zweite GP2-Champion der Geschichte allerdings nicht. Hinter Pantano und Hamilton belegten Piccione, Lapierre, Yoshimoto und der geschlagene Vizechampion Piquet jr. die Plätze. Michael Ammermüller blieb das Pech treu: Der einzig verbliebene Deutsche im Feld schied mit einem technischen Defekt vorzeitig aus.



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