"Wenn man Pech hat, dann gleich richtig", sagte Michael Ammermüller nachdem er bei seinem Heimrennen knapp am achten und damit letzten Punkterang vorbeigeschrammt war. "Platz 9 ist sicherlich der schlimmste Platz, den man haben kann. Nicht nur weil man keine Punkte bekommt, sondern auch weil man als Achter im 2. Rennen von der Pole starten würde."

Noch schlimmer ist, dass Michael trotz seines 19. Startplatzes sogar Achter hätte werden können. "Ich hatte einen sehr guten Start und machte einige Plätze gut", verriet er motorsport-magazin.com. "Nach einer Runde war ich bereits 11. oder 12. - unsere Rennpace war nicht schlecht und mein Bremsproblem war so gut wie weg." Das Team hatte herausgefunden, dass etwas mit den Hinterradbremsen nicht stimmte. "Sie überhitzten - vielleicht wegen des Drucks an der Front."

Dann verlor Michael aber zu viel Zeit bei seinem Boxenstopp. "Eine der Radmuttern war lose", erinnert er sich. "Dafür kann man dem Team keinen Vorwurf machen, so etwas passiert eben." Dennoch ist es natürlich nervig. "Es hat mich einige Sekunden gekostet und drei Plätze. Das war es dann..." Am Ende konnte er Piccione nicht mehr hinter sich halten, da seine Vorderreifen völlig abgenutzt waren.

Jetzt hofft er zumindest am Sonntag im Sprintrennen einen Punkt einzufahren. "Aber auch das wird schwierig", weiß er. "Nichtsdestotrotz werde ich alles geben und wir haben schon ein paar Ideen für Setup-Änderungen. Vielleicht ist ja noch etwas drin."