Startplatz 2 sichert ihm für das erste Rennen im badischen Motodrom alle Chancen auf einen neuerlichen Erfolg - es wäre der zweite nach Magny-Cours vor 14 Tagen. Der 24-Jährige führte die Zeitenlisten in der Qualifikation lange an; erst in den letzten knapp zehn Minuten kegelte Gianmaria Bruni ihn noch von der fast schon sicher geglaubten Pole Position, aber mit Startplatz 2 kann Timo dennoch gut leben. "Ich war zwar zuerst ein bisschen genervt, dass ich die Pole nicht behalten habe. Aber im Hinblick aufs Rennen ist Startplatz 2 genauso gut wie Rang 1", relativiert der gelernte Gerüstbauer.
Mit seinem ersten Reifensatz schob Timo sich auf die zweite Stelle. "Dabei hatte ich mit dem Reifen einen Hammer-Ersten-Sektor; da war ich 1,5 Sekunden schneller als alle anderen. Aber vor der Haarnadel bremste ich mir dann die Reifen eckig. Ich war schon überrascht, dass ich mit den eckigen Reifen noch auf Platz 2 eiern konnte. Mit dem zweiten Satz war ich dann so lange vorn, bis Bruni am Ende noch aufkam. Den hatten wir nach den Freien Trainings auf keiner Rechnung. Alle waren überrascht, dass der auf einmal ganz nach vorn schoss. Aber im Rennen müssten wir eigentlich schneller sein als er."
Den Abend verbrachte Timo dann damit, gemeinsam mit seinen Ingenieuren die Taktik fürs Rennen auszubrüten. "Es gibt hier zwei Wege, wie man strategisch vorgehen kann: Konservativ, dann kann man schlechter Leute ausbremsen - oder aggressiv, das nimmt aber die Reifen härter ran. Viel hängt davon ab, wann man seinen vorgeschriebenen Boxenstopp legt. Wenn man später reinkommt, dann fährt man tendenziell eher konservativ. Das ist aber eine reine Bauchentscheidung, weil beide Varianten ziemlich eng beisammen liegen."



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