Alexandre Premat heißt der glückliche Gewinner des ersten Rennens in Barcelona. Der Franzose bewies Ruhe und schlug erst auf der letzten Runde zu, ehe er seinen Teamkollegen Lewis Hamilton attackierte. Die beiden berührten sich, Hamilton drehte sich und Premat konnte den Sieg nach Hause fahren.
"Um in der Meisterschaft mithalten zu können muss ich jetzt einfach viele Rennen gewinnen, dann könnte es sich ausgehen", gab ein zufriedener Premat zu Protokoll. "Es tut mir leid für Lewis, er hatte ein gutes Rennen, aber am Ende war ich um einiges schneller, deshalb bin ich sehr glücklich über dieses Resultat."
Hamilton konnte sich jedoch mit seinem defekten Auto als Zweiter ins Ziel retten. Michael Ammermüller kam als Dritter noch auf das Podest. Nelson Piquet jr. wurden durch eine drive through penalty alle Chancen auf den Sieg genommen, obwohl er bis zu diesem Zeitpunkt in Führung lag.
Am Start war jedoch nicht viel vom späteren Sieger zu sehen. Piquet jr. kam am besten weg dahinter folgte Premat, Carroll und Olivier Pla. Hamilton kam schlecht weg und verlor einige Plätze.
Doch dann drehte Hamilton auf. Der Brite brannte eine schnellste Runde nach der anderen in den Asphalt, und profitierte vom Pech des Piquet Sports Piloten, welcher nach einer Geschwindigkeitsübertretung eine Strafe an der Box absitzen musste.
Nach dem Boxenstopp von Monfardini übernahm Hamilton die Führung, welche er bis zur letzten Runde innehaben sollte. Dann schlug die große Stunde des Alexandre Premat. Bei noch fünf verbleibenden Runden näherte sich der Franzose seinem Teamkollegen immer mehr. In La Caixa versuchte er ein ambitioniertes Manöver und ging am Briten vorbei. Durch die Berührung der Beiden drehte sich Hamilton, konnte jedoch einen zweiten Platz ins Ziel retten.
Als Dritter kam der Deutsche Michael Ammermüller ins Ziel, welcher ein solides und schnelles Rennen fuhr. "Am Start wurde ich etwas eingeklemmt, ich war zur falschen Zeit am falschen Ort, danach lief es aber sehr gut. Wir hatten eine gute Taktik und einen guten Boxenstopp. Gegen Ende des Rennens konnte ich die Attacken von Piccione abwehren, ich freue mich über mein drittes Podium." Der zweite Deutsche Timo Glock kam über Platz 12 nicht hinaus.

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