Michael Ammermüller wurde an seinem vierten GP2-Wochenende mit seinem dritten Podestplatz für ein starkes Rennen belohnt, in welchem er besonders starken Kampfgeist und eisige Coolness bewies. Im Gegensatz zu einigen seiner Rivalen brach er unter dem Druck der Gegner nicht zusammen und überquerte als Dritter die Ziellinie.
"Ich hatte einen guten Start, aber danach hat mich Bruni in der ersten Kurve angeschoben. Dadurch bin ich von vier auf sechs zurückgefallen." Der Boxenstopp des Teams brachte ihn jedoch wieder nach vorne. "Als der Lollipop hochging, konnte ich gar nicht glauben, wie schnell es gegangen war."
Nach dem Boxenstopp wurde Michael von Clivio Piccione verfolgt. "Ich konnte nicht schneller fahren, da ich sehr viel rutschte. Die letzten zehn Runden erschienen mir wie eine Ewigkeit und es war harte Arbeit ihn hinter mir zu halten." Michael kämpfte jedoch bravourös und ließ seinem Verfolger keine Chance.
Dennoch gab es noch eine Schrecksekunde: In der letzten runde versuchte Piccione eine Gewaltaktion, um doch noch auf das Podest zu stürmen - er drehte sich raus und nahm den Deutschen fast mit ins Kiesbett. Einem ähnlichen Schicksal entgingen die beiden Führenden Lewis Hamilton und Alexandre Premat nur knapp. Beide hätten sich beinahe gegenseitig abgeschossen und somit Ammermüller den Sieg geschenkt. "Schade, dass sie es nicht geschafft haben", scherzte Michael gegenüber motorsport-magazin.com.

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