Erst in den letzten zehn Minuten konnte sich Nelsinho Piquet mit einer perfekten Runde die Pole Position für das morgige erste Rennen sichern. Der Vorsprung von einer knappen halben Sekunde auf Perera unterstreicht die eindrucksvolle Fahrt des Brasilianers. Dahinter ging es sehr knapp zur Sache. Zwischen Platz 2 und 21 liegen weniger als eine Sekunde.
"Ich hoffte auf einen Startplatz unter den ersten Sechs, einen guten Boxenstopp und ein Podium", erzählte der Pole Setter. "Doch diese Pole Position habe ich niemals erwartet, ganz speziell mit so einem großem Vorsprung. Ohne Training knapp eine halbe Sekunde voran zu sein ist großartig. Außerdem kommt dazu, dass einige meiner schärfsten Meisterschaftskonkurrenten relativ weit zurückliegen."
Mittendrin im Tumult sind die beiden Deutschen Michael Ammermüller und Timo Glock. Während Glock auf Platz zehn steht, muss sich Ammermüller mit dem 12. Platz begnügen. Doch auch diesen Platz wird der zweite Deutsche wieder hergeben müssen, denn der Arden International Pilot muss, auf Grund eines Zwischenfalls vom letzten Rennen in Imola, zehn Startplätze nach hinten wandern. Somit geht er morgen nur vom 22. Platz aus ins Rennen.
"Schon das Freie Training war nicht gut", gab ein enttäuschter Ammermüller zu Protokoll. "Bis zum Qualifikationstraining konnten wir einiges ändern und uns auch steigern. Ich machte leider einen Fahrfehler, der mich rund 2/10 Sekunden kostete. Am Ende habe ich eh diese Strafversetzung kassiert, somit ist es eigentlich egal. Ich muss einen guten Start machen, mich aus allem heraushalten und gute Boxenstopps absolvieren. Wir werden sehen was dabei herauskommt."

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