Imola erlebte heute Nachmittag das erste GP2-Rennen im Rahmen der Formel 1 in diesem Jahr. Red Bull Junior Michael Ammermüller stand in der Startaufstellung nach einem keineswegs optimalen Qualifying erneut in den Top Ten. "Ich wurde in meiner schnellsten Runde leider aufgehalten – Reihe 3 oder 4 wäre sicher wieder drinnen gewesen." Platz 9, Reihe 5 – weitere Meisterschaftspunkte sollten bei dieser Konstellation möglich sein.

Auf der Poleposition stand Gianmaria Bruni (ITA), gefolgt von Lopez und Hamilton. Der Start erfolgte heute unmittelbar nach dem F1-Qualifying vor sehr gut besuchten Tribünen. 50.000 Zuseher wollten einen italienischen Sieg erleben - vielleicht vom Polesetter Bruni. 26 Autos am Start - und Bruni behält die Führung. Ammermüller verbessert sich in Runde 1 auf Platz 8.

In der Folge beweist Ammermüller, dass er sich in der der GP2 bereits bestens etabliert hat. Der junge Deutsche kann das Tempo seiner Vorderleute mitgehen, es gelingt ihm sogar, sich bis Runde 10 auf Platz 5 zu verbessern.

Nach einem frühen Reifenwechsel - die besten Piloten wechseln ihre Reifen zwischen Runde 7 und 9 - bleibt Ammermüller in den Punkten. Er liegt in einem "französischen Sandwich" hinter seinem Teamkollegen Nicolas Lapierre und vor Alexandre Premat auf P4.

6 Runden vor Schluss gelingt dann Ammermüller das Kunststück, an seinem Arden-Teamkollegen Lapierre vorbeizugehen. Erstmals liegt Ammermüller in einem Hauptrennen auf einem Podiumsplatz.

Dann fällt Piquet zurück und der Red Bull Junior aus Passau ist schon auf P2. Gianmaria Bruni gewinnt letztlich vor Michael Ammermüller, der in seinem dritten GP2-Rennen zum dritten Mal in die Punkte fährt.

Ammermüller: "Das hat echt Spaß gemacht heute - Kompliment wieder an das Team, das ein perfektes Auto hingestellt hat. Ich konnte von Beginn weg attackieren und war zumeist schneller als meine Vorderleute. Ein Podium im zweiten Hauptrennen - das ist fast soviel wert wie mein Sieg in Valencia!"