Gimmi Bruni hat sich selbst und sein Team Trident Racing GP2 mit der Pole Position eine optimale Ausgangsposition für das morgige Rennen gesichert. Der Italiener schob sich erst in den letzten Minuten nach vorne. Dahinter ging es sehr knapp zur Sache: 22 Fahrer landeten innerhalb von zwei Sekunden.

Das gesamte Training über sah es nach einen Dreikampf um die Pole aus. Zuerst konnte sich Lewis Hamilton mit einer Zeit von 1:33.3 nach vorne schieben, ehe Jose Maria Lopez mit 1:32.9 die 33er Schallmauer durchbrach. Lopez verspielte die Pole erst im letzten Sektor, welchen sich der Supernova-Pilot durch einen groben Schnitzer selbst zu Nichte machte. "Ich ging einfach zu sehr ans Limit, denn meine Reifen waren schon angebraucht", gab der Supernova Fahrer zu Protokoll. "Ich hab mich dann auch noch gedreht, somit war mein Tag für mich vorbei. Aber auch die zweite Position ist eine sehr gute Ausgangslage für morgen. Wenn das Auto gut funktioniert ist morgen noch alles drin."

Somit war der Weg frei für den ehemaligen F1-Piloten Gimmi Bruni, welcher sich vor seinem Heimpublikum den ersten Platz sichern konnte.

"Alle Leute im Team haben fantastisch gearbeitet", erklärte ein begeisterter Bruni. "Heute Morgen waren wir auf einer anderen Strategie und landeten trotzdem auf der vierten Position. Bei meinem ersten Reifensatz machte ich im ersten Sektor gleich einen kleinen Fehler, aber beim zweiten Satz gab es keine Probleme. Meine dritte Runde war die wirklich gute, ich ging sehr hart ans Limit und bin sehr froh, dass alles geklappt hat."

Hinter dem Trio folgten Premat, Yoshimoto, der Meisterschaftsführende Piquet jr und Carroll auf Racing Engineering. Der Deutsche Michael Ammermüller, der in Valencia seinen ersten GP2-Erfolg feierte, kam auf einen ordentlichen achten Platz. Timo Glock musste sich dagegen mit Platz 21 begnügen.

Überraschend stark waren die Rundenzeiten der GP2-Autos heute. Der Pole Setter war nur rund acht Sekunden langsamer als der schnellste F1-Pilot im heutigen Freien Training. Der Rückstand von Gimmi Bruni auf die Super Aguri betrug nicht mehr als 1,5 Sekunden.